Vitamin D im Winter: warum 80 % der Europäer die Sonne verpassen

In europäischen Breiten reicht die Wintersonne nicht mehr aus, um Vitamin D zu synthetisieren. Detail der Folgen und der richtigen Dosierung.

Es ist eine geophysikalische Tatsache: Oberhalb des 40. nördlichen Breitengrads (also ganz Mittel- und Nordeuropa) ist der Einfallswinkel der Sonne von Oktober bis März zu niedrig, um die kutane Vitamin-D-Synthese zu ermöglichen. Ergebnis: 80 % der europäischen Erwachsenen haben am Ende des Winters einen niedrigen Status.

Von Oktober bis März oberhalb des 40. Breitengrads reicht die Sonne nicht mehr aus, um Vitamin D zu synthetisieren, was den Mangel bei 80 % der Europäer erklärt. Ein anhaltender Mangel schwächt Immunität und Knochenkapital. Die empfohlene Mindestdosis im Winter beträgt 10 bis 25 µg (400, 1000 IE), ohne die UL von 100 µg zu überschreiten.

Die Folgen eines Wintermangels

Immunsystem: Vitamin D moduliert die angeborene und adaptive Immunantwort. Ein Mangel korreliert mit größerer Anfälligkeit für Atemwegsinfekte (Metaanalyse Martineau et al., BMJ 2017).

Knochen: Vitamin D fördert die intestinale Calciumaufnahme (zugelassener EFSA-Claim). Anhaltender Mangel = beeinträchtigtes Knochenkapital.

Stimmung: Der Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin-D-Status und depressiven Symptomen bleibt umstritten, ist aber in mehreren Kohorten dokumentiert (Holick, Nutrients 2017).

Welche Dosierung?

Die EFSA setzt die NRV auf 5 µg (200 IE), aber dieser historische Wert ist weitgehend unzureichend, um einen Status >75 nmol/L zu halten. Die meisten Fachgesellschaften empfehlen heute 10 bis 25 µg (400, 1000 IE) im Winter für einen gesunden Erwachsenen, ohne die UL von 100 µg (4000 IE) zu überschreiten.

Unser Multivitamin-Komplex liefert 10 µg Vitamin D3 (200 % NRV), die im Winter empfohlene Mindestdosis. Bei sehr niedrigem Blutstatus (<30 nmol/L) ist eine separate, höher dosierte Supplementierung gerechtfertigt, auf ärztlichen Rat.

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Häufige Fragen

Warum fehlt im Winter Vitamin D?

Oberhalb des 40. Breitengrads Nord (ganz Mittel- und Nordeuropa) ist der Sonnenwinkel von Oktober bis März zu flach für die Hautsynthese von Vitamin D. Folge: 80 % der europäischen Erwachsenen haben am Winterende einen niedrigen Status.

Welche Dosis Vitamin D im Winter?

Die meisten Fachgesellschaften empfehlen 10 bis 25 µg (400, 1000 IE) täglich für einen gesunden Erwachsenen, ohne die UL von 100 µg zu überschreiten. Bei sehr niedrigem Blutstatus (<30 nmol/L) ist eine höhere Dosis auf ärztlichen Rat gerechtfertigt.

Reicht ein Multivitamin für Vitamin D?

Ein Multivitamin mit 200 % NRV (10 µg) deckt die winterliche Mindestdosis. Das genügt den meisten, aber ein nachgewiesener Mangel rechtfertigt eine separate, höher dosierte D3-Supplementierung auf ärztlichen Rat.