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Selbstständig im Alter

Knochendichtemessung: Wie sie abläuft, wann die Kasse zahlt und was sie nicht aussagt

Die Knochendichtemessung per DXA ist ein Röntgenverfahren, gemessen wird meist an Lendenwirbelsäule oder Oberschenkelhals, und sie dauert nur wenige Minuten 5. Laut G-BA wird sie vertragsärztlich zur Optimierung der Therapieentscheidung erbracht, wenn aufgrund konkreter Befunde eine medikamentöse Osteoporose-Therapie beabsichtigt ist 1. Ohne Krankheitsanzeichen oder alters- oder geschlechtsbedingte Indikation nennt die Verbraucherzentrale sie eine Privatleistung 3.

Das Wichtigste in Zahlen

  • Frühestens nach 5 Jahren: So lange wartet laut G-BA-Richtlinie die Wiederholung einer Osteodensitometrie zur Therapieentscheidung, außer bei besonderen therapierelevanten Befunden. 1
  • Ab 70 Jahren sollte laut DVO-Leitlinie 2023 eine Osteoporose-Diagnostik angeboten werden (Empfehlungsgrad B); ab 50 Jahren richtet sie sich nach dem Risikoprofil. 6
  • 0,2 bis 15 Mikrosievert: effektive Dosis einer DXA an der Lendenwirbelsäule, an der Hüfte 1,5 bis 10; bei einer QCT 100 bis 3.000 (SSK, 2015). 10
  • Wenige Minuten: So lange dauert die Messung laut Techniker Krankenkasse; die Strahlenbelastung ist gering. 5

Wie läuft eine Knochendichtemessung ab?

Bei der Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) wird der Mineralgehalt der Knochen bestimmt. Röntgenstrahlen werden von festen Strukturen wie Knochen abgeschwächt; die Restmenge, die hindurchgelangt, ergibt den Messwert 5. Als Standardverfahren empfiehlt die DVO-Leitlinie die Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DXA) an der Lendenwirbelsäule und beidseits am proximalen Femur, also am oberen Ende des Oberschenkelknochens 7. Die Techniker Krankenkasse (TK) beschreibt, dass dafür zwei Röntgenaufnahmen mit unterschiedlicher Energie gemacht werden 4, dass die Strahlenbelastung gering ist und die Messung nur wenige Minuten dauert 5.

Das Gesundheitsportal des IQWiG weist darauf hin, dass die Knochendichte am besten am Oberschenkelhals gemessen wird. Die Werte der Lendenwirbelsäule sind weniger aussagekräftig, weil die Wirbelkörper im Alter auch aus anderen Gründen verändert sein können 9. Die DVO nennt als Beispiele für eine beeinträchtigte Auswertung an der Wirbelsäule unter anderem Wirbelbrüche und degenerative Veränderungen 7. Das Ergebnis wird als T-Wert angegeben: Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation gilt laut IQWiG ein T-Score bis −1 als normal, zwischen −1 und −2,5 als vermindert und gleich oder kleiner als −2,5 als Osteoporose 9. Mehr dazu steht im Ratgeber Osteoporose vorbeugen; der Unterschied zwischen dem Wert „Knochenmasse“ einer Körperanalysewaage und der Knochendichte steht im Ratgeber Knochenmasse und Knochendichte.

DXA, QCT und Ultraschall: Was unterscheidet die Verfahren?

Neben der DXA gibt es die quantitative Computertomografie (QCT) und die quantitative Ultraschallmessung (QUS). Sie unterscheiden sich in der Strahlung und in der Aussage, die Leitlinie und Strahlenschutzkommission (SSK) ihnen zuschreiben:

Drei Verfahren der Knochendichtemessung im Überblick
VerfahrenStrahlung (effektive Dosis)Einordnung laut Quellen
DXALendenwirbelsäule 0,2 bis 15 Mikrosievert, Hüfte 1,5 bis 10 10Standardverfahren; die operationelle WHO-Definition der Osteoporose basiert auf dem DXA-T-Score 7.
QCT100 bis 3.000 Mikrosievert 10Zur Frakturrisikoabschätzung am jeweiligen Messort genauso gut, aber nicht besser als DXA 7.
Ultraschall (QUS)Strahlungsfrei; untersucht werden in der Regel Speiche, Fersenbein oder Fingerknochen 5Aus den Werten lassen sich Rückschlüsse auf den Mineralsalzgehalt ziehen 5; T-Scores aus QUS oder QCT lassen sich nicht in DXA-T-Scores umrechnen 7.

Dosiswerte: Größenordnung und Wertebereich nach SSK 2015; bei älteren DXA-Geräten können Expositionen bis zu 70 Mikrosievert an der Lendenwirbelsäule auftreten 10.

Effektive Strahlendosis nach VerfahrenWaagerechte Skala von 0 bis 3.000 Mikrosievert: DXA Lendenwirbelsäule 0,2 bis 15, DXA Hüfte 1,5 bis 10, Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule in zwei Ebenen 600 bis 1.400, QCT 100 bis 3.000.050010001500200025003000DXA Lendenwirbelsäule0,2 bis 15DXA Hüfte1,5 bis 10Röntgen LWS, 2 Ebenen600 bis 1.400QCT100 bis 3.000Mikrosievert (µSv)
Größenordnung der effektiven Dosis in Mikrosievert. Eigene Darstellung nach SSK 2015, Tabelle 1; die Spannweite hängt von Gerät, Region und Technik ab.

Daraus folgt: Ein Messwert gilt zunächst für das Verfahren, mit dem er erhoben wurde. Wer mit zwei verschiedenen Verfahren zwei verschiedene Zahlen erhält, kann sie nicht gegeneinander verrechnen 7. Welche Methode bei Ihnen sinnvoll ist, bespricht die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen 5.

Wann zahlt die Krankenkasse die Knochendichtemessung?

Die Antwort steht im Text des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). In der Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage I Nr. 7, ist die Osteodensitometrie mittels einer zentralen DXA anerkannt „zum Zweck der Optimierung der Therapieentscheidung, wenn aufgrund konkreter anamnestischer und klinischer Befunde, beispielsweise bei klinisch manifester Wirbelkörper- oder Hüftfraktur ohne adäquates Trauma, eine Absicht für eine spezifische medikamentöse Therapie einer Osteoporose besteht“. Zu diesem Zweck kann sie frühestens nach 5 Jahren wiederholt werden, es sei denn, dass besondere therapierelevante Befunde eine frühere Messung gebieten 1.

Der Beschluss vom 21. Februar 2013 änderte die Regel. Zuvor zählten zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung Messungen bei Patienten mit einer Fraktur ohne nachweisbares adäquates Trauma und begründetem Verdacht auf Osteoporose; seitdem reicht auch die Absicht einer Therapie aufgrund konkreter Befunde 2,3. Der G-BA stützte sich auf den IQWiG-Abschlussbericht zur Osteodensitometrie von 2010 und hielt fest, dass sich aus den Studien nicht schließen lässt, dass allein aufgrund einer niedrigen Knochendichte eine Indikation zur spezifischen Arzneimitteltherapie besteht 2. Die Regel knüpft deshalb, so unsere Lesart, an die Therapieentscheidung an und nicht an den Messwert allein.

Kostenübernahme nach den Angaben von G-BA, Krankenkasse und Verbraucherzentrale
SituationWas die Quellen sagenQuelle
Absicht einer medikamentösen Therapie aufgrund konkreter BefundeAnerkannte vertragsärztliche Leistung; Wiederholung frühestens nach 5 Jahren, Ausnahmen bei besonderen Befunden.1
Bruch ohne offensichtlichen Grund bei begründetem Verdacht auf OsteoporoseDie TK nennt dies als Fall, in dem die Messung über die Gesundheitskarte abgerechnet werden kann.4
Hochdosierte oder längere Behandlung mit CortisonDie Verbraucherzentrale nennt dies als Beispiel für einen Befund, bei dem die Messung zur Kassenleistung wird; IQWiG nennt die längere Einnahme von Kortison als Anlass.3,9
Reine Früherkennung ohne KrankheitsanzeichenLaut Verbraucherzentrale eine Privatleistung (IGeL), wenn weder Krankheitsanzeichen noch eine alters- oder geschlechtsbedingte Indikation vorliegen; für Frauen ab 70 und Männer ab 80 nennt sie zugleich eine generelle Empfehlung der Fachgesellschaften (siehe unten). Der G-BA-Text nennt das Alter allein nicht als Voraussetzung 1. Die TK nennt: In allen anderen Fällen können wir keine Kosten übernehmen.1,3,4

Die Prüfung im Einzelfall liegt bei der behandelnden Praxis. TK-Auskunft Stand 13.07.2026, Verbraucherzentrale Stand 21.02.2024, G-BA-Richtlinie Fassung vom 19.03.2026.

Die Verbraucherzentrale schreibt zusätzlich: Die private Abrechnung einer kassenärztlichen Leistung ist nicht zulässig 3. Besitzt eine Praxis nicht die Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung, muss sie gesetzlich Versicherte an eine Praxis mit Genehmigung verweisen 3. In einem Marktcheck an 69 Vertragsarztpraxen fand die Verbraucherzentrale NRW, dass die Zahl der Praxen, die DXA überhaupt anbieten, vor allem in ländlichen Regionen sehr gering ist, und dass Versicherte die Messung, wenn sie angeboten wird, oft nicht als Kassenleistung in Anspruch nehmen können 3. Das ist die Einschätzung der Verbraucherzentrale, nicht der Krankenkassen.

Fragen Sie vor einer Messung als Privatleistung in der Praxis nach den Kosten.

Ab wann empfehlen Fachgesellschaften eine Messung?

Der Dachverband Osteologie (DVO) richtet sich in seiner Leitlinie 2023 an Fachleute. Sie nennt Anlässe für eine Basisdiagnostik, zu der die DXA gehört; die Tabelle gibt die Empfehlungen sinngemäß gekürzt wieder:

Empfehlungen der DVO-Leitlinie 2023 zur Basisdiagnostik (Auszug)
KonstellationEmpfehlung der LeitlinieGrad
Postmenopausale Frauen und Männer ab 50 JahrenEine Basisdiagnostik sollte bei einer ärztlich als relevant erachteten Frakturrisikokonstellation empfohlen werden.B
Alle Frakturen ab 50 JahrenAbschätzung des Frakturrisikos soll zeitnah erfolgen.A
Ab dem 70. LebensjahrEine Osteoporose-Diagnostik sollte angeboten werden (im Kommentar der Leitlinie: soweit geplante therapeutische Maßnahmen dies rechtfertigen).B
Vor Beginn einer medikamentösen TherapieDie Knochendichte soll mit der DXA-Methode bestimmt werden. Ausnahmen bestehen bei bereits bekanntem hohem Frakturrisiko, zum Beispiel aufgrund vorhandener Risikofaktoren oder einer vorliegenden QUS- oder QCT-Messung, die ein hohes Risiko anzeigt.Empfehlung

Quelle: DVO-Leitlinie Osteoporose 2023, Kapitel 7 und 8, sinngemäß gekürzt. Empfehlungsgrad A: soll, B: sollte. Eine Leitlinie ist keine Aufforderung an einzelne Personen.

Die Leitlinie sagt selbst, dass sich die Empfehlung ab 70 Jahren faktisch nur umsetzen lässt, wenn es in Deutschland flächendeckend ein genügendes vertragsärztliches Angebot gibt 6. Zur Alterseinschätzung finden sich in den Quellen abweichende Angaben: Die Verbraucherzentrale (Stand 21.02.2024) schreibt, bei Frauen ab 70 und Männern ab 80 werde die Messung von den Fachgesellschaften generell empfohlen 3; die DVO-Leitlinie 2023 nennt ab 70 Jahren eine angebotene Diagnostik für Frauen und Männer 6. Wir stellen beide Angaben nebeneinander; die Leitlinie ist die ausführlichere und fachlichere Quelle. Was für Sie gilt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt anhand Ihres Risikoprofils.

Messung als Vorsorge: Was sagt die Studienlage?

Manche Praxen bieten die Messung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an, um Osteoporose frühzeitig zu erkennen 9. Das IQWiG fasst die Lage so zusammen 9:

  • Drei große Studien untersuchten, ob eine Früherkennung bei Frauen über 65 nützlich ist. Sie geben Hinweise, dass sie das Risiko für Knochenbrüche etwas senken könnte, vorausgesetzt, bei Bedarf wird eine Behandlung mit knochenstärkenden Medikamenten begonnen.
  • Insgesamt ist der Nutzen der Früherkennung aber unzureichend untersucht und umstritten.
  • Insbesondere für Frauen unter 65 Jahren ohne Risikofaktoren kann die Untersuchung mehr Nachteile als Vorteile haben. Der Körper wird einer geringen Röntgenstrahlung ausgesetzt, und eine niedrige Knochendichte kann beunruhigen und dazu führen, dass sich jemand aus Angst vor einem Knochenbruch weniger bewegt.
  • Die Vor- und Nachteile für jüngere Frauen, Frauen ohne Risikofaktoren und Männer wurden bisher nicht in aussagekräftigen Studien untersucht.

Die Strahlenschutzkommission hielt 2015 die DXA zur Früherkennung einer postmenopausalen Osteoporose für nicht gerechtfertigt, wenn nicht zusätzliche Risikofaktoren vorliegen 10. Die Stellungnahme ist älter als die DVO-Leitlinie 2023 und das IQWiG-Portal von 2022. Alle drei Aussagen gelten für unterschiedliche Fragen und Gruppen; wir geben sie mit ihrem Datum wieder, ohne sie zu verrechnen.

Was die Messung nicht aussagt

Das Ergebnis der Messung ist ein Baustein, kein Urteil. Das IQWiG hält fest: Die Knochendichtemessung kann nicht zuverlässig vorhersagen, wie wahrscheinlich ein Knochenbruch ist, weil auch die Struktur des Knochens und viele andere Einflüsse eine Rolle spielen 9. Nach der TK sind für eine gesicherte Diagnose außerdem alle Vorbefunde wie zurückliegende Knochenbrüche, die Berücksichtigung von Risikofaktoren und eine körperliche Untersuchung notwendig 5. Die Leitlinie für Fachleute richtet ihre Empfehlungen zu Diagnostik und Therapie am Frakturrisiko in den nächsten 3 Jahren aus 8; bei einem Risiko oberhalb der Therapieschwelle empfiehlt sie eine spezifische Therapie unabhängig vom T-Score der Knochendichte 8.

Für Sie heißt das: Nach G-BA und DVO entscheidet ein einzelner Wert allein nicht, ob Medikamente sinnvoll sind, sondern das Frakturrisiko insgesamt 2,8. Er geht zusammen mit Alter, früheren Brüchen, Medikamenten wie Cortison und der Neigung zu stürzen in die Einschätzung ein 6,9. Das Thema Sturz ist dabei ausdrücklich Teil der Leitlinie: Die Sturzneigung ist ein wichtiger Risikofaktor für Osteoporose-typische Frakturen im höheren Alter, und ab 70 Jahren sollte regelmäßig eine Sturzanamnese erhoben werden 6. Wie Sie Ihr Sturzrisiko einschätzen können, beschreibt der Ratgeber Sturzrisiko erkennen; zum Schutz der Hüfte siehe Hüftprotektor.

Zwei Hinweise zur Lesart: Die DVO empfiehlt geschlechtsspezifische T-Werte; für Männer sollen Referenzdaten junger Männer genutzt werden 7. Und die Frage, ob eine Messung die Grundlage für eine Therapieentscheidung ist, ist genau die, an der laut G-BA die Kassenleistung hängt 1.

Wie bereite ich das Gespräch in der Praxis vor?

Die Verbraucherzentrale gibt Patientinnen und Patienten drei Hinweise, wenn eine Messung ansteht 3:

  1. Die Patientenberatungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung des Bundeslandes nennt Adressen qualifizierter Ärztinnen und Ärzte.
  2. Alternativ gezielt bei orthopädischen oder radiologischen Praxen in der Umgebung fragen, ob sie die Untersuchung durchführen und ob sie die Genehmigung haben, sie als Kassenleistung abzurechnen.
  3. Konkret fragen, ob die Messung als Basis für eine Therapieentscheidung benötigt wird; dann muss die Praxis sie nach den Angaben der Verbraucherzentrale als Kassenleistung erbringen.

Sagen Sie in der Praxis auch, ob Sie schon einen Knochenbruch hatten, ob Sie länger Cortison einnehmen und ob Sie gestürzt sind. Das sind die Angaben, an denen laut IQWiG und DVO die Entscheidung hängt 6,9. Setzen Sie nie eigenmächtig Medikamente ab, sondern besprechen Sie Änderungen mit der Praxis (allgemeiner Hinweis dieser Seite).

Wann zum Arzt?

Diese Seite stellt keine Diagnose und ersetzt keine Untersuchung. Sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis,

  • wenn Sie sich nach dem 50. Lebensjahr einen Knochen gebrochen haben, auch nach einem Sturz: Die DVO-Leitlinie sieht bei allen Frakturen ab 50 Jahren eine zeitnahe Abschätzung des Frakturrisikos vor 6. Die Kosten der Messung kann die Kasse nach der TK übernehmen, wenn der Bruch ohne offensichtlichen Grund auftrat und ein begründeter Verdacht auf Osteoporose besteht 4;
  • wenn Sie länger Cortison einnehmen oder einnehmen sollen: Das IQWiG nennt die längere Einnahme von Kortisonpräparaten als Beispiel für ein erhöhtes Osteoporoserisiko, bei dem eine Messung medizinisch begründet sein kann 9;
  • wenn eine Behandlung mit Osteoporose-Medikamenten erwogen wird: Vor Beginn soll laut DVO die Knochendichte per DXA bestimmt werden, mit Ausnahmen bei bereits bekanntem hohem Frakturrisiko 7; nach einer Hüftfraktur ohne massives Trauma soll die Therapie laut DVO unabhängig vom Ergebnis der Knochendichtemessung rasch beginnen 8;
  • wenn Sie gestürzt sind: Die DVO-Leitlinie nennt die Sturzneigung einen wichtigen Risikofaktor für Osteoporose-typische Frakturen im höheren Alter 6.

Bei akuter Lebensgefahr wählen Sie in Deutschland die 112. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Häufige Fragen

Wer bezahlt die Knochendichtemessung?

Die gesetzliche Krankenkasse in den vom G-BA beschriebenen Fällen: zur Optimierung der Therapieentscheidung, wenn aufgrund konkreter Befunde eine medikamentöse Osteoporose-Therapie beabsichtigt ist, zum Beispiel nach einer Fraktur ohne adäquates Trauma 1. Ohne Krankheitsanzeichen und ohne alters- oder geschlechtsbedingte Indikation ist sie nach der Verbraucherzentrale eine Privatleistung 3.

Wie oft darf die Messung wiederholt werden?

Zur Optimierung der Therapieentscheidung frühestens nach 5 Jahren, es sei denn, besondere therapierelevante Befunde machen eine frühere Messung nötig 1.

Wie lange dauert die Messung, und wie hoch ist die Strahlung?

Die TK nennt die Dauer wenige Minuten und die Strahlenbelastung gering 5. Die SSK gibt für die DXA eine effektive Dosis von 0,2 bis 15 Mikrosievert an der Lendenwirbelsäule und 1,5 bis 10 an der Hüfte an; bei einer QCT sind es 100 bis 3.000 10.

Ab welchem Alter wird die Messung empfohlen?

Die DVO-Leitlinie 2023 empfiehlt eine Basisdiagnostik bei Frauen nach der Menopause und Männern ab 50 Jahren in Abhängigkeit vom Risikoprofil und nennt für Frauen und Männer ab 70 Jahren, dass eine Osteoporose-Diagnostik angeboten werden sollte 6. Die Verbraucherzentrale nennt 70 für Frauen und 80 für Männer 3. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet.

Ist eine Ultraschallmessung dasselbe wie die DXA?

Ultraschall (QUS) ist strahlungsfrei und untersucht meist Speiche, Fersenbein oder Fingerknochen 5. Die Leitlinie hält fest, dass T-Scores von QUS oder QCT nicht in DXA-T-Scores umgerechnet werden können 7.

Kann ich die Messung als Vorsorge machen lassen?

Manche Praxen bieten sie als IGeL an. Das IQWiG hält den Nutzen der Früherkennung für unzureichend untersucht und umstritten und schreibt, dass die Untersuchung bei Frauen unter 65 Jahren ohne Risikofaktoren mehr Nachteile als Vorteile haben kann 9.

Was sagt das Ergebnis über mein Bruchrisiko?

Das IQWiG hält fest, dass die Messung nicht zuverlässig vorhersagen kann, wie wahrscheinlich ein Knochenbruch ist 9. Die Skala des T-Werts erklärt der Ratgeber zum Vorbeugen von Osteoporose; die Einordnung nimmt die Ärztin oder der Arzt vor.

Verhindert eine Airbag-Weste Knochenbrüche?

Das behauptet Chutex nicht. Elder ist eine persönliche Schutzausrüstung, die die Aufprallkraft eines erkannten Sturzes mindert; sie verhindert keine Stürze, ruft keinen Notruf und verspricht keinen Schutz vor einem Knochenbruch. Chutex verspricht keine Kostenübernahme durch Kranken- oder Pflegekasse.

Quellen

  1. Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage I Nr. 7: Osteodensitometrie mittels einer zentralen DXA (Fassung vom 19.03.2026), Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Abgerufen am 19. Oktober 2026
  2. Osteodensitometrie bei Osteoporose: Tragende Gründe zum Beschluss vom 21.02.2013, Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Abgerufen am 19. Oktober 2026
  3. Knochendichtemessung: Wann zahlt die Kasse? (Stand 21.02.2024), Verbraucherzentrale. Abgerufen am 19. Oktober 2026
  4. Übernimmt die TK die Kosten für die Knochendichtemessung? (Stand 13.07.2026), Techniker Krankenkasse (TK). Abgerufen am 19. Oktober 2026
  5. Was ist eine Knochendichtemessung? (25.10.2023), Techniker Krankenkasse (TK). Abgerufen am 19. Oktober 2026
  6. DVO-Leitlinie Osteoporose 2023, Kapitel 7: Konstellationen, bei denen der DVO bei Erwachsenen eine Basisdiagnostik empfiehlt, Dachverband Osteologie (DVO), AWMF-Register 183-001. Abgerufen am 19. Oktober 2026. Leitlinie für Fachleute.
  7. DVO-Leitlinie Osteoporose 2023, Kapitel 8: Basisdiagnostik, Dachverband Osteologie (DVO), AWMF-Register 183-001. Abgerufen am 19. Oktober 2026. Leitlinie für Fachleute.
  8. DVO-Leitlinie Osteoporose 2023, Kapitel 9: Therapie, Dachverband Osteologie (DVO), AWMF-Register 183-001. Abgerufen am 19. Oktober 2026. Leitlinie für Fachleute.
  9. Osteoporose und Knochenbrüche (aktualisiert am 05.10.2022), Gesundheitsinformation.de, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Abgerufen am 19. Oktober 2026
  10. Strahlenhygienische Aspekte bei Röntgenuntersuchungen zur Bestimmung der Körperzusammensetzung (insbesondere Knochendichtemessungen) mittels DXA, Stellungnahme vom Februar 2015, Strahlenschutzkommission (SSK). Abgerufen am 19. Oktober 2026. Stellungnahme von 2015.

Bei akuter Lebensgefahr wählen Sie in Deutschland die 112. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Diese Informationen ersetzen nicht den Rat einer medizinischen Fachperson. Chutex-Produkte sind keine Medizinprodukte; Elder ist eine persönliche Schutzausrüstung.

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