Das Wichtigste in Zahlen
- 60 bis 80 Schläge pro Minute: Ruhepuls gesunder Erwachsener laut Herzstiftung. Andere Seiten der Herzstiftung nennen 60 bis 90. 1
- Über 100 in Ruhe: Das sollte man laut Herzstiftung ärztlich abklären lassen. Die Quellen schreiben „immer“, „häufiger“, „mehrfach“ oder „dauerhaft“. 1
- Unter 40 Schläge pro Minute in Ruhe: Das gilt laut Herzstiftung und AOK als zu niedrig. Die Barmer nennt schon unter 60 einen verlangsamten Herzschlag. 1
- 112: Bei Herzrasen mit Schmerz, starkem Druck oder Brennen im Brustbereich, plötzlicher Atemnot, deutlichem Schwindel oder Bewusstseinsstörungen. 3
Ab welchem Puls ist er zu hoch oder zu niedrig?
Eine einzige Grenze gibt es nicht. Die Quellen setzen die Schwellen unterschiedlich, deshalb zeigen wir sie nebeneinander und entscheiden nicht zwischen ihnen. Gemeint ist dabei immer der Puls in Ruhe, im Sitzen oder Liegen 1. Bei Belastung steigt der Puls normal weit über 100: Die Herzstiftung schreibt, bei seelischer oder körperlicher Belastung könne er ohne Weiteres bis auf 160 bis 180 steigen, und dieser Anstieg sei völlig normal 6.
| Quelle | Normal in Ruhe | Hoch | Niedrig |
|---|---|---|---|
| Herzstiftung, Ratgeber 1 | 60 bis 80 | Über 100 immer ärztlich abklären | Unter 40 zu niedrig |
| Herzstiftung, Pressemitteilung 2 | 60 bis 80 | Häufiger über 100 ärztlich abklären | Unter 40 zu niedrig |
| Herzstiftung, Sprechstunde zur Smartwatch 5 | 60 bis 90 (Antwort für eine 75-jährige Person) | Bei mehrfacher Messung über 100 den Arzt konsultieren | nicht genannt |
| Herzstiftung, Stellungnahme 6 | 60 bis 90 | nicht genannt | Untere Grenze zum krankhaften Befund etwa 40 |
| Herzstiftung, Sprechstunde zum niedrigen Puls 4 | 60 bis 80 (Faustregel) | nicht genannt | Bradykardie in der Regel unter 50 |
| AOK 7 | 60 bis 80 | Ab 100 Tachykardie; bei häufigem Ruhepuls über 100 sollen die Ursachen ärztlich untersucht werden | Unter 40 zu niedrig |
| Barmer 8 | 60 bis 80 | Dauerhaft über 100 ärztliche Praxis aufsuchen | Unter 60 verlangsamt, nicht unbedingt besorgniserregend |
| Apotheken Umschau 9 | Keine Norm genannt; beschreibt, dass das Herz auf dem Sofa wahrscheinlich 60- bis 100-mal pro Minute schlägt | Auffällig: in Ruhe hoch bleibend, plötzlich losgaloppierend oder unregelmäßig | nicht genannt |
| Herzmedizin.de 10 | 60 bis 80 | Herzrasen: in Ruhe plötzlich über 100 | nicht genannt |
Zusammenstellung aus den genannten Quellen, Wortlaut gekürzt. Die Angaben sind nicht deckungsgleich und keine Diagnose.
Für den hohen Ruhepuls fällt die Wortwahl unterschiedlich aus: Im Ratgeber der Herzstiftung heißt es, ein Ruhepuls von über 100 solle immer ärztlich abgeklärt werden 1, in der Pressemitteilung „häufiger über 100“ 2, in einer Sprechstunden-Antwort „bei mehrfacher Messung“ 5, bei der Barmer „dauerhaft höher als 100“ 8. Wir bevorzugen keine dieser Formulierungen. Liegt Ihr Puls in Ruhe wiederholt über 100, fragen Sie die Praxis; alle vier Quellen führen dorthin.
Zur Einordnung noch zwei Hinweise. Die Barmer nennt für einen ständig hohen Ruhepuls von über 80 mangelnde Kondition und weitere mögliche Gründe: Nikotin, Alkoholkonsum, Bluthochdruck, psychische Faktoren wie Stress, Angst und Aufregung sowie Übergewicht 8; welcher bei Ihnen zutrifft, klärt die Praxis. Und die Herzstiftung nennt es krankhaft, wenn der Puls schlagartig von einer normalen Herzschlagfolge auf eine sehr hohe oder sehr niedrige Frequenz umspringt 6. Richtwerte nach Alter, für Frauen und Männer und für Kinder finden Sie im Ratgeber Ruhepuls: Normalwerte.
Puls zu hoch: Was tun?
Am Anfang steht die Frage nach dem Anlass. Ein schneller Puls ist laut Herzstiftung eine völlig normale Körperreaktion bei körperlicher Belastung, bei Aufregung oder in Angstsituationen 3. Auffällig ist nach der Apotheken Umschau, wenn der Puls in Ruhe hoch bleibt, ohne erkennbaren Anlass plötzlich losgaloppiert oder zusätzlich unregelmäßig ist 9. Herzmedizin.de, ein Angebot unter anderem der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, spricht von Herzrasen, wenn die Herzfrequenz in Ruhe, also ohne körperliche Belastung, Angst oder Aufregung, plötzlich auf über 100 Schläge pro Minute ansteigt 10.
Kommt es ohne ersichtlichen Grund zu Herzrasen, sollte unbedingt eine ärztliche Abklärung erfolgen, schreibt die Herzstiftung. Geklärt werden müsse insbesondere, ob eine ernstzunehmende Herzrhythmusstörung wie Vorhofflimmern dahintersteckt 3. Herzrasen, das nicht auf Belastung, Angst oder Aufregung zurückgeht, sollte man möglichst schnell abklären lassen; wie Sie im Einzelfall vorgehen, hängt von den Begleitumständen ab 3.
So gehen Sie in der Situation vor, zusammengefasst aus den Quellen:
- Setzen oder legen Sie sich hin. Treten Brustschmerzen, Luftnot oder starker Schwindel bis zur drohenden Ohnmacht auf, wählen Sie die 112, es sei denn, Sie haben mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt für diesen Fall bereits etwas anderes besprochen 9.
- Prüfen Sie die Warnzeichen der Entscheidungstabelle weiter unten: Brustbereich, Atemnot, Schwindel, Bewusstsein 3,10.
- Ohne Warnzeichen können Sie den Puls nach der Anleitung im nächsten Abschnitt messen, sofern Sie sich dabei nicht schlechter fühlen (unser Vorschlag zur Reihenfolge). Bei Unregelmäßigkeit zählen Sie eine volle Minute und vervierfachen den Wert nicht 2.
- Lassen Sie ungeklärtes Herzrasen zeitnah ärztlich untersuchen. Ist es neu, hält es an oder tritt es immer wieder auf, gilt das nach der Apotheken Umschau erst recht 9.
- Notieren Sie danach, wie lange es dauerte, wie oft es auftritt, welche Begleitbeschwerden es gab und ob der Puls regelmäßig oder unregelmäßig war 9.
Bei ungeklärtem Herzrasen ohne Warnzeichen steht nach der Herzstiftung die sofortige Anfertigung eines EKGs im Vordergrund, und zwar unbedingt, solange das Herzrasen noch anhält. Ist es wieder vorbei, kann das EKG rückwirkend keine Aussage mehr dazu machen 3. Die Herzstiftung empfiehlt, ohne Zeitverlust die Praxis der betreuenden Ärztin oder des betreuenden Arztes aufzusuchen, ersatzweise eine nahe gelegene Praxis für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin; am Wochenende oder nachts sind Notfallambulanzen oder Aufnahmestationen von Krankenhäusern eine gute Empfehlung 3. Das EKG während des Herzrasens ist laut Herzmedizin.de das wichtigste Mittel zur Abklärung 10.
Puls zu niedrig: Wann ist das ein Problem?
Auch beim niedrigen Puls gehen die Quellen nicht denselben Weg. Die Barmer nennt einen Herzschlag unter 60 verlangsamt, was nicht unbedingt besorgniserregend sei 8. Eine Sprechstunden-Antwort der Herzstiftung spricht in der Regel unter 50 von einer Bradykardie 4. Herzstiftung und AOK bezeichnen einen Ruhepuls unter 40 als zu niedrig 1,7. Nach der Herzstiftung kann bei Leistungssportlern die Herzfrequenz auf 30 bis 35 Schläge fallen; für Untrainierte ist das nicht normal, und die untere Grenze zum krankhaften Befund liegt bei etwa 40 6.
Ein langsamer Herzschlag ist deshalb nicht automatisch ein Warnzeichen. Bei gesunden, besonders bei sportlich aktiven Personen kann er durchaus normal sein, und nachts oder unter Betablockern treten häufig niedrige Werte auf, die zunächst nicht bedenklich sind 4. Dieselbe Antwort nennt Bedingungen: Die Uhr zeigt nur hin und wieder niedrige Werte, diese steigen bei Aktivität wieder, man fühlt sich wohl, und es treten keine Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht auf 4. Beantwortet wurde die Frage einer 57-jährigen Leserin, die regelmäßig Sport treibt und ein Jahr zuvor eine heftige Vorhofflimmern-Attacke hatte, die mit einer Kardioversion behandelt wurde 4. Die Antwort gilt für ihren Fall und ersetzt keine Beurteilung bei Ihnen. Zum Puls in der Nacht siehe Herzfrequenz im Schlaf.
Wie messe ich den Puls richtig, bevor ich mir Sorgen mache?
Die Herzstiftung beschreibt die Messung in vier Schritten. Wichtig ist die Ruhe: Normalwerte beziehen sich auf den Ruhezustand 1.
Die Herzstiftung rät: Setzen Sie sich fünf Minuten ruhig hin, legen Sie Zeige- und Mittelfinger auf die Innenseite des Handgelenks, zählen Sie 15 Sekunden lang und vervierfachen Sie den Wert; bei Unregelmäßigkeit messen Sie eine Minute lang und vervierfachen nicht 2. Der Daumen hat seinen eigenen Puls, der oft so stark ist, dass er andere Pulswellen überdeckt 2; die AOK sagt: Verwenden Sie niemals den Daumen 7. Die AOK empfiehlt, die Messung einige Male zu wiederholen und den Durchschnitt aus drei Werten zu bilden 7; die Barmer, den Ruhepuls mehrmals pro Tag über mehrere Tage und unter denselben Bedingungen zu messen 8.
Wer eine Uhr oder ein Armband trägt, beachtet laut Herzstiftung zwei Dinge: Das Gerät muss eng genug an der Haut anliegen, ohne zu drücken, und Handgelenk und Sensor müssen sauber sein; im Zweifel können Sie den Puls selbst kontrollieren und haben so einen Gegencheck 4. Die Herzstiftung weist zudem darauf hin, dass es manchen Patienten schwerfällt, den Puls selbst zu tasten, und dass ein unregelmäßiger Puls manchmal schwer zu erkennen ist 5. Bei einigen Formen von Herzrhythmusstörungen kann der messbare Puls vom Herzschlag abweichen 1. Mehr zur Technik und zur Umrechnung steht im Ratgeber Puls messen, zur Genauigkeit der Geräte im Ratgeber Brustgurt oder Handgelenk.
112, 116 117 oder Praxis? Eine Entscheidungshilfe
Die AOK fasst die Faustregel so zusammen: Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen die 112, bei nicht lebensbedrohlichen Krankheiten oder Verletzungen, die nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, die 116 117 11. Die folgende Tabelle ordnet die Pulssituationen den Aussagen der Quellen zu. Sie ersetzt keine Beurteilung und ist keine vollständige Liste.
| Situation | Was die Quellen empfehlen | Quelle |
|---|---|---|
| Herzrasen und gleichzeitig Schmerz, starker Druck oder brennendes Gefühl im Brustbereich | Umgehend die 112 wählen | Herzstiftung 3; die AOK nennt heftige Brustschmerzen als Grund für die 112 11 |
| Herzrasen und plötzliche Atemnot, deutlicher Schwindel oder Bewusstseinsstörungen | 112 wählen. Setzen oder legen Sie sich dabei hin, außer Sie haben mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt anderes vereinbart. | Herzstiftung 3, Apotheken Umschau 9; AOK: akute Atemnot und Ohnmacht 11 |
| Herzrasen und starke Luftnot, Brustschmerz oder Blutdruckabfall | Umgehend den Notruf wählen | Herzmedizin.de 10 |
| Herzrasen und Ohnmachtsanfälle oder starker Schwindel | Besondere Warnsignale: unmittelbare weitere Abklärung | Herzmedizin.de 10 |
| Ungeklärtes Herzrasen ohne diese Warnzeichen | Zeitnah ärztlich abklären, möglichst mit EKG, solange es anhält: betreuende Praxis, ersatzweise andere Praxis; nachts und am Wochenende Notfallambulanz. Die AOK schreibt bei plötzlichem Herzrasen ohne Anlass, umgehend medizinische Hilfe aufzusuchen. | Herzstiftung 3, AOK 7 |
| Ruhepuls häufig, mehrfach oder dauerhaft über 100 | Ärztlich abklären lassen bzw. Praxis aufsuchen | Herzstiftung 1,2,5, Barmer 8 |
| Niedriger Puls mit Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht | Ärztlichen Rat einholen; die AOK rät, umgehend medizinische Hilfe aufzusuchen | Herzstiftung 2, AOK 7 |
| Puls dauerhaft zwischen 40 und 50, oder Ruhepuls unter 40 ohne Leistungssport | Ärztlich abklären lassen | Herzstiftung 4,1,6, Barmer 8 |
| Nicht lebensbedrohlich, aber die Behandlung kann nicht bis zum nächsten Tag warten, Praxis geschlossen | Ärztlicher Bereitschaftsdienst unter 116 117 | 116117.de 12, AOK 11 |
Die Praxen und Notaufnahmen entscheiden über die weitere Abklärung; die Tabelle gibt nur wieder, was die genannten Quellen schreiben.
Was Sie zum Termin mitbringen können: Dauer und Häufigkeit des Herzrasens, Begleitbeschwerden und die Angabe, ob der Puls regelmäßig oder unregelmäßig war 9; eine Ärztin oder ein Arzt fragt nach Art, Häufigkeit, Dauer, Begleitsymptomen und Vorerkrankungen 10. Auch Ihre Messreihe oder die Werte Ihres Armbands können Sie mitbringen; eine Diagnose stellt aber nur die Praxis.
Wann zum Arzt, wann in den Notruf?
Diese Seite ersetzt keine Untersuchung. Handeln Sie so:
- Herzrasen mit Schmerz, starkem Druck oder brennendem Gefühl im Brustbereich: Die Herzstiftung rät, umgehend die 112 zu wählen 3;
- Herzrasen mit plötzlicher Atemnot, deutlichem Schwindel oder Bewusstseinsstörungen: ebenfalls 112 3. Die Apotheken Umschau rät, sich dabei hinzusetzen oder hinzulegen, sofern mit der Ärztin oder dem Arzt nichts anderes besprochen ist 9;
- Herzrasen ohne erkennbaren Grund, auch ohne Warnzeichen: zeitnah ärztlich abklären lassen 3,9, möglichst mit einem EKG, solange es anhält 3;
- Ruhepuls häufig oder mehrfach über 100: ärztlich abklären lassen 1,2,5;
- niedriger Puls mit Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht, dauerhaft zwischen 40 und 50 oder Ruhepuls unter 40 ohne Leistungssport: ärztlichen Rat einholen 1,2,4; bei Ohnmacht oder akuter Atemnot wählen Sie die 112 11;
- Puls springt schlagartig auf sehr hohe oder sehr niedrige Werte: Die Herzstiftung nennt das krankhaft 6;
- außerhalb der Sprechzeiten, wenn es nicht lebensbedrohlich ist, aber nicht bis zum nächsten Tag warten kann: 116 117 12.
Bei akuter Lebensgefahr wählen Sie in Deutschland die 112. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Häufige Fragen
Ab wann ist die Herzfrequenz zu hoch?
In Ruhe rät die Herzstiftung, einen Puls von häufiger über 100 Schlägen pro Minute ärztlich abklären zu lassen 2; im Ratgeber heißt es, über 100 solle immer abgeklärt werden 1. Bei Belastung ist ein hoher Puls normal: Er kann ohne Weiteres bis 160 bis 180 steigen 6.
Ist ein Ruhepuls von 90 zu hoch?
Die Quellen unterscheiden sich: 60 bis 80 nennen Herzstiftung (Ratgeber) und AOK 1,7, 60 bis 90 eine Sprechstunden-Antwort der Herzstiftung 5 und ihre Stellungnahme 6. Für einen ständig über 80 liegenden Ruhepuls nennt die Barmer mehrere mögliche Gründe: zu wenig Ausdauersport, Nikotin, Alkoholkonsum, Bluthochdruck, Stress, Angst und Aufregung sowie Übergewicht 8. Ob 90 bei Ihnen zu hoch ist, klärt die Praxis. Ärztlich abklären lassen sollten Sie vor allem Werte, die in Ruhe häufig oder dauerhaft über 100 liegen, und Beschwerden.
Ist ein Puls unter 50 gefährlich?
Das hängt von den Begleitumständen ab. Von einer Bradykardie spricht man in der Regel unter 50 4. Die Herzstiftung sieht niedrige Werte bei gesunden, sportlich aktiven Menschen oft als normal und nennt sie nachts oder unter Betablockern häufig; ihre Antwort betraf eine Leserin mit früherem Vorhofflimmern und gilt für Sie nicht ohne Weiteres 4. Sie knüpft das an Bedingungen: Die niedrigen Werte treten nur hin und wieder auf, steigen bei Aktivität wieder, man fühlt sich wohl, und es gibt keine Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht 4. Ärztlichen Rat brauchen Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht, ein Puls, der dauerhaft zwischen 40 und 50 liegt 4, und ein Ruhepuls unter 40, wenn Sie kein Leistungssportler sind 1,2,6. Bei Ohnmacht oder akuter Atemnot wählen Sie die 112 11.
Was tun bei plötzlichem Herzrasen?
Setzen oder legen Sie sich hin. Kommen Schmerz, starker Druck oder Brennen im Brustbereich, plötzliche Atemnot, deutlicher Schwindel oder Bewusstseinsstörungen dazu, wählen Sie die 112 3,9. Ohne diese Warnzeichen lassen Sie das Herzrasen zeitnah ärztlich abklären, möglichst mit einem EKG, solange es anhält 3.
Wann 112 und wann 116 117?
Nach der AOK gilt: bei lebensbedrohlichen Erkrankungen die 112, bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, die nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, die 116 117 11. Der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft außerhalb der Sprechstundenzeiten, in lebensbedrohlichen Fällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter 112 12.
Kann ich mich auf den Puls meiner Smartwatch verlassen?
Die Herzstiftung nennt zwei Voraussetzungen für eine präzise Messung: Die Uhr muss eng anliegen, ohne zu drücken, und Handgelenk und Sensor müssen sauber sein. Im Zweifel zählen Sie den Puls selbst nach 4. Einen unregelmäßigen Puls erkennen Betroffene selbst manchmal schwer 5. Eine Diagnose stellt nur die Praxis.
Was bringe ich zum Arzttermin mit?
Notieren Sie Dauer, Häufigkeit, Begleitsymptome und ob der Puls regelmäßig oder unregelmäßig war 9. Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Art, Häufigkeit, Dauer, Begleitsymptomen und Vorerkrankungen 10.
Ist ein hoher Puls nach dem Sport normal?
Ja, bei Belastung ist ein schneller Puls eine völlig normale Körperreaktion 3; das gilt nicht für schlagartiges Rasen ohne Anlass. Krankhaft ist nach der Herzstiftung ein schlagartiges Umspringen auf eine sehr hohe oder sehr niedrige Frequenz 6. Wie schnell der Puls danach sinkt, erklärt der Ratgeber Herzfrequenz-Erholung.
Quellen
- Welcher Puls ist normal?, Deutsche Herzstiftung. Abgerufen am 19. Oktober 2026
- #PULSEDAY: Puls messen und vor Risiken durch Herzrhythmusstörungen schützen, Deutsche Herzstiftung, Pressemitteilung. Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Plötzlich schneller Puls: Muss ich mir Sorgen machen?, Deutsche Herzstiftung, Herz-Sprechstunde (Stand 17.03.2025). Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Was tun, wenn die Smartwatch einen zu niedrigen Puls anzeigt?, Deutsche Herzstiftung, Herz-Sprechstunde (Stand 16.04.2024). Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Brauche ich eine Smartwatch, um symptomloses Vorhofflimmern zu erkennen?, Deutsche Herzstiftung, Herz-Sprechstunde. Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Wie soll man mit Herzrhythmusstörungen umgehen?, Deutsche Herzstiftung, Stellungnahme. Abgerufen am 19. Oktober 2026
- So einfach lässt sich der Puls messen, AOK (veröffentlicht am 30.09.2022). Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Welcher Ruhepuls ist normal und was sagt er aus?, Barmer. Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Wie eine Tachykardie entsteht und warum sie gefährlich sein kann, Apotheken Umschau (Stand 29.09.2026, pharmazeutisch und medizinisch geprüft). Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Woher kommt Herzrasen und wann wird es gefährlich?, Herzmedizin.de, Angebot von Deutscher Gesellschaft für Kardiologie (DGK), BNK und HKM (aktualisiert am 24.11.2025). Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Im Notfall: 116 117 anrufen oder besser den Notruf 112?, AOK (Stand 01.12.2021). Abgerufen am 19. Oktober 2026
- Wen anrufen: 116117 oder 112?, 116117.de, Kassenärztliche Bundesvereinigung. Abgerufen am 19. Oktober 2026