Chutex

Herz, Schlaf und Erholung

Ruhepuls: Normalwerte nach Alter, bei Frauen und Männern

Bei Erwachsenen liegt der Ruhepuls laut Deutscher Herzstiftung bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute 1. Frauen haben meist einen etwas höheren Wert als Männer 1,5, Sportler oft einen niedrigeren 1. Ein Ruhepuls von über 100 sollte immer ärztlich abgeklärt werden 1. Die Werte sind Richtwerte, keine Diagnose.

Das Wichtigste in Zahlen

  • 60 bis 80 Schläge pro Minute: Ruhepuls von Erwachsenen laut Deutscher Herzstiftung und AOK. 1
  • Über 100 Schläge pro Minute in Ruhe: Wert, der laut Herzstiftung immer ärztlich abgeklärt werden sollte. 1
  • Pro 10 Schläge pro Minute mehr Ruhepuls lag das relative Sterberisiko in einer Metaanalyse von 46 Studien bei 1,09 (Gruppenwert, keine Prognose für Einzelne). 8
  • Neugeborene 120 bis 140, Kleinkinder 100 bis 120, ältere Kinder und Jugendliche 80 bis 100 Schläge pro Minute. 1

Welcher Ruhepuls ist normal?

Der Puls entsteht, wenn bei jedem Herzschlag Blut gegen die Arterienwände gedrückt wird. In der Regel entspricht er der Herzfrequenz, also den Herzschlägen pro Minute. Normalwerte werden nach Angabe der Deutschen Herzstiftung immer für den Ruhezustand angegeben, im Sitzen oder Liegen 1. Man spricht dann vom Ruhepuls.

Für gesunde Erwachsene nennt die Herzstiftung etwa 60 bis 80 Schläge pro Minute; der Wert kann je nach Wetter und Tageszeit schwanken 1. Die AOK gibt dieselbe Spanne an 5, ebenso die arbeitsmedizinische Leitlinie von Sammito und Kollegen aus dem Jahr 2024 7. Die Barmer bezeichnet 60 bis 80 als Optimalfall und weist darauf hin, dass die Angaben nur eine grobe Orientierungshilfe sind, weil Alter, Geschlecht, Körpergröße, Gewicht und viele weitere Faktoren den Wert beeinflussen 6.

Richtwerte für den Ruhepuls nach Altersgruppe (Schläge pro Minute)
AltersgruppeRuhepulsAnmerkung
Neugeborene120 bis 140Herzstiftung und AOK nennen denselben Wert 1,5.
Kleinkinder100 bis 120Herzstiftung und AOK 1,5.
Ältere Kinder und Jugendliche80 bis 100Herzstiftung und AOK 1,5.
Erwachsene60 bis 80Bei Senioren kann der Ruhepuls laut Herzstiftung wieder leicht ansteigen 1.

Werte unverändert aus Herzstiftung und AOK übernommen. Die ausgewerteten Quellen enthalten keine Tabelle nach Altersdekaden für Erwachsene.

Richtwerte für den Ruhepuls nach AltersgruppeWaagerechte Skala von 40 bis 150 Schlägen pro Minute: Erwachsene 60 bis 80, ältere Kinder und Jugendliche 80 bis 100, Kleinkinder 100 bis 120, Neugeborene 120 bis 140.406080100120140Erwachsene60 bis 80Kinder, Jugendliche80 bis 100Kleinkinder100 bis 120Neugeborene120 bis 140Schläge pro Minute
Richtwerte für den Ruhepuls in Ruhe. Eigene Darstellung nach Deutscher Herzstiftung und AOK.

Wichtig ist die Einordnung: Ein Wert außerhalb der Spanne ist kein Befund. Ob ein Wert für Sie unauffällig ist, hängt vom Trainingszustand, von Medikamenten und von möglichen Erkrankungen ab. Die Herzstiftung betont, dass etwa ein Ruhepuls von unter 40 je nach Trainingszustand und Beschwerden als zu niedrig gilt 1.

Ruhepuls bei Frauen und Männern: Was sagen die Quellen?

Dass der Ruhepuls bei Frauen im Schnitt höher liegt, steht in allen gelesenen Quellen. Wie groß der Unterschied ist, wird aber unterschiedlich angegeben. Wir zeigen die Angaben nebeneinander und entscheiden nicht zwischen ihnen:

Angaben zum Ruhepuls Erwachsener in verschiedenen Quellen (Schläge pro Minute)
QuelleErwachseneFrauen und MännerUntere Grenze
Herzstiftung, Ratgeber 160 bis 80Bei Frauen meist etwas schneller als bei MännernUnter 40 zu niedrig
Herzstiftung, Sprechstunde 3,460 bis 90 (Frage einer älteren Person)nicht genanntBradykardie in der Regel unter 50
AOK 560 bis 80Frauen meist um drei Schläge höherUnter 40 zu niedrig
Barmer 660 bis 80Frauen 70 bis 80, Männer 60 bis 70Unter 60 verlangsamt, nicht unbedingt besorgniserregend
Arbeitsmedizinische Leitlinie 760 bis 80Bei Frauen normalerweise höherAusdauertrainierte oft unter 50

Zusammenstellung aus den zitierten Quellen, Wortlaut gekürzt. Die Angaben sind nicht deckungsgleich.

Die Barmer erklärt den höheren Wert bei Frauen damit, dass das Herz kleiner sei und schneller schlagen müsse, um die Organe zu versorgen 6. Auch in der Schwangerschaft liegt der Puls höher 5,6; die Barmer führt das auf die zunehmende Blutproduktion zurück 6. Ein Unterschied von drei Schlägen (AOK) oder von etwa zehn Schlägen (Barmer) macht im Alltag eines einzelnen Menschen kaum einen Unterschied: Entscheidend ist der Verlauf Ihrer eigenen Werte, nicht der Vergleich mit dem Durchschnitt.

Sinkt oder steigt der Ruhepuls mit dem Alter?

Auch hier sind die Quellen nicht einig, und wir geben beide Aussagen wieder:

  • Die Herzstiftung schreibt in einer Pressemitteilung, der Ruhepuls sinke mit dem Lebensalter: Mit 80 Jahren schlage das Herz im Schnitt drei bis vier Schläge pro Minute langsamer als mit 50 2. Im Ratgeber derselben Stiftung heißt es dagegen, bei Senioren könne der Ruhepuls wieder leicht ansteigen 1.
  • Die AOK schreibt, der Ruhepuls steige bis etwa zum 50. Lebensjahr und sinke danach wieder 5.

Für Sie heißt das: Ob Ihr Ruhepuls mit 30 oder mit 70 bei 62 oder 78 liegt, lässt sich aus einem Durchschnittswert nicht ablesen. Gesicherte Zahlen für einzelne Altersdekaden bei Erwachsenen nennen die ausgewerteten Quellen nicht. Wer seinen Ruhepuls über Wochen und Jahre vergleicht, kann Veränderungen dagegen gut erkennen.

Was den Ruhepuls beeinflusst

Der Ruhepuls ist kein fester Wert. Die gelesenen Quellen nennen unter anderem diese Einflüsse:

  • Training: Sportler haben häufig einen niedrigeren Ruhepuls, weil ihr Herz trainiert ist und mit einem Schlag mehr Blut in die Hauptschlagader pumpt 1. Die Barmer nennt für Spitzenathleten im Ruhezustand etwa 30 bis 40 Schläge pro Minute 6; die arbeitsmedizinische Leitlinie schreibt, bei Ausdauertrainierten liege der Ruhepuls oft unter 50 7.
  • Koffein, Stress und Erkrankungen: Ein hoher Puls kann durch Koffein, Stress oder verschiedene Erkrankungen verursacht werden 1. Die AOK nennt außerdem Infektionen mit Fieber, Medikamente, eine Überfunktion der Schilddrüse und Blutarmut 5.
  • Körpergewicht: Bei starkem Übergewicht (BMI über 40) liegt der Puls laut Herzstiftung um etwa fünf Schläge pro Minute höher 2. Wie der BMI zustande kommt, erklärt der Ratgeber BMI-Tabelle.
  • Schlaf: Bei mehr oder weniger Schlaf als üblich ergibt sich laut AOK im Schnitt ein um zwei Schläge pro Minute erhöhter Puls 5.
  • Medikamente und Herzerkrankungen können ebenfalls zu einem niedrigen Ruhepuls führen 1.
  • Kondition: Wer ständig über 80 liegt, hat laut Barmer häufig eine geringere Kondition; auch Nikotin, Alkohol, Bluthochdruck, Stress, Angst und Übergewicht nennt die Barmer als mögliche Ursachen 6.

Weil so viele Faktoren zusammenspielen, empfiehlt die Barmer, den Ruhepuls mehrmals pro Tag über mehrere Tage und unter denselben Bedingungen zu messen 6. Die AOK rät, die Messung einige Male zu wiederholen und den Durchschnitt aus drei Werten zu bilden 5.

Wann ist der Ruhepuls zu hoch oder zu niedrig?

Ein Puls ab 100 Schlägen pro Minute in Ruhe wird in der Medizin als Tachykardie bezeichnet, umgangssprachlich als Herzrasen 5. Die Herzstiftung gibt als Faustregel: Kommt es häufiger zu über 100 Schlägen in Ruhe, sollte man das ärztlich abklären lassen 2. Der Kardiologe Prof. Thomas Meinertz wird dort mit dem Satz zitiert, ein Ruhepuls von über 100 solle immer ärztlich abgeklärt werden 1. Auch die Barmer rät bei dauerhaft über 100 zum Besuch einer ärztlichen Praxis 6.

Beim niedrigen Puls unterscheiden sich die Schwellen, wie die Tabelle oben zeigt: Die Barmer nennt unter 60 einen verlangsamten Herzschlag, der nicht unbedingt besorgniserregend sei 6. Die Herzstiftung und die AOK bezeichnen einen Ruhepuls von unter 40 als zu niedrig 1,5, in einer Sprechstunden-Antwort der Herzstiftung heißt es, von einer Bradykardie spreche man in der Regel unter 50 Schlägen, bei sportlich aktiven Menschen könne ein langsamer Herzschlag aber normal sein 4.

Ein Wert allein sagt wenig. Die Herzstiftung weist außerdem darauf hin, dass bei einigen Formen von Herzrhythmusstörungen der messbare Puls vom Herzschlag abweichen kann 1. Ein unregelmäßiger Puls lässt sich selbst oft schwer erkennen 3; was Sie dann tun können, steht im Ratgeber Puls messen.

Ruhepuls und Gesundheitsrisiko: Was Studien zeigen

Ein höherer Ruhepuls geht in Beobachtungsstudien mit einem höheren Risiko einher. Zwei Auswertungen vieler Studien zeigen das in Zahlen. Sie beschreiben Gruppen und Wahrscheinlichkeiten, keine Prognose für eine einzelne Person.

Relatives Risiko pro 10 Schläge pro Minute mehr Ruhepuls (Metaanalysen)
StudieUmfangGesamtsterblichkeitHerz-Kreislauf
Zhang und Kollegen, CMAJ 2016 846 Studien, 1.246.203 Teilnehmende1,091,08 (Sterblichkeit)
Aune und Kollegen, 2017 987 Studien1,171,15 (Erkrankungen)

Relatives Risiko 1,09 bedeutet ein um 9 % erhöhtes Risiko im Vergleich zur Bezugsgruppe. Zhang: Gesamtsterblichkeit und kardiovaskuläre Sterblichkeit; Aune: 1,17 Gesamtsterblichkeit, 1,15 Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die beiden Arbeiten haben unterschiedliche Endpunkte und sind nicht direkt vergleichbar.

Zhang und Kollegen verglichen in ihrer Metaanalyse in der Allgemeinbevölkerung auch Kategorien: Bei einem Ruhepuls von über 80 Schlägen war das relative Risiko für die Gesamtsterblichkeit 1,45, verglichen mit der niedrigsten Kategorie 8. Die Autoren selbst halten fest, dass erhebliche Heterogenität und ein Publikationsbias festgestellt wurden 8. Aune und Kollegen fanden für Vorhofflimmern keinen steigenden, sondern einen J-förmigen Zusammenhang 9.

Was folgt daraus? Ein hoher Ruhepuls ist ein Hinweis, kein Urteil. Die Studien sagen nicht, dass ein Ruhepuls von 82 Ihr Risiko für eine Erkrankung festlegt. Sie sagen, dass im Durchschnitt vieler Menschen ein niedrigerer Ruhepuls mit besserer Gesundheit zusammenhängt. Ob der Zusammenhang ursächlich ist, lässt sich aus solchen Studien nicht ableiten. Die Barmer zitiert ebenfalls Studien, nach denen Menschen mit niedrigem Ruhepuls länger leben als Menschen mit dauerhaft erhöhtem Ruhepuls 6.

So messen Sie Ihren Ruhepuls zu Hause

Den Ruhepuls bestimmen Sie am besten morgens, kurz nach dem Aufstehen 1. Tagsüber sollten Sie vorher einige Minuten entspannt sitzen oder liegen 1. Die Herzstiftung beschreibt die Messung an der Speichenarterie an der Innenseite des Handgelenks, unterhalb des Daumens, mit zwei oder drei Fingern, aber nicht mit dem Daumen selbst 1,2.

Ruhepuls in vier Schritten messenVier Schritte: fünf Minuten ruhig sitzen, Zeige- und Mittelfinger an die Innenseite des Handgelenks legen, 30 Sekunden zählen und mit zwei multiplizieren, mehrere Tage wiederholen.1Ruhig sitzen5 Minuten, am bestenmorgens2TastenZwei Finger, nicht derDaumen3Zählen30 Sekunden mal 24WiederholenMehrere Tage,Mittelwert
Messung des Ruhepulses an der Speichenarterie. Eigene Darstellung nach Herzstiftung, AOK und Barmer.

Zählen Sie 30 Sekunden lang und verdoppeln Sie den Wert 1; die AOK nennt alternativ eine Minute 5, die Herzstiftung in anderem Zusammenhang 15 Sekunden mal vier 2. Eine Umrechnungstabelle und die Messung am Hals finden Sie im Ratgeber Puls messen. Für eine verlässliche Einordnung messen Sie an mehreren Tagen unter gleichen Bedingungen und bilden den Mittelwert 5,6.

Ein Wearable misst den Puls nicht mit den Fingern, sondern optisch am Handgelenk. Die Herzstiftung weist darauf hin, dass die Uhr dafür eng genug an der Haut anliegen muss, ohne zu drücken, und dass Handgelenk und Sensor sauber sein müssen; im Zweifel können Sie Ihren Puls selbst kontrollieren 4. Wer Werte vergleichen möchte, sollte nach Barmer und AOK immer unter denselben Bedingungen messen 5,6; das gilt auch für ein Wearable: Verwenden Sie stets dieselbe Messart und dieselbe Tageszeit.

Verlauf statt Einzelwert: ein Rechenbeispiel

Weil sich der Ruhepuls von Tag zu Tag leicht ändert, ist der Mittelwert mehrerer Messungen aussagekräftiger als ein einzelner Wert. Die AOK empfiehlt den Durchschnitt aus drei Werten 5, die Barmer Messungen über mehrere Tage 6. Das folgende Beispiel zeigt, wie das aussehen kann. Die Werte sind erfundene Beispielzahlen zur Veranschaulichung, keine Messergebnisse.

Beispiel: sieben Morgenmessungen im Sitzen (Schläge pro Minute)
TagGezählt in 30 SekundenRuhepuls (mal 2)
Montag3264
Dienstag3366
Mittwoch3162
Donnerstag3366
Freitag3468
Samstag3264
Sonntag3366

Eigene Berechnung: Summe 456, geteilt durch 7 ergibt 65,1 Schläge pro Minute. Beispielwerte, kein Messergebnis.

Aus diesen sieben Werten ergibt sich ein Mittelwert von 65,1; die Einzelwerte schwanken zwischen 62 und 68. Eine solche Schwankung ist beim Zählen von Hand zu erwarten: Wer 30 Sekunden zählt und verdoppelt, verändert den Wert mit jedem verpassten oder zusätzlich gezählten Schlag gleich um zwei. Wandert der Mittelwert über Wochen nach oben oder unten, kommen als Einflüsse etwa Koffein, Fieber oder Medikamente infrage 1,5,6. Bei neu auftretenden Beschwerden, einer anhaltenden Veränderung oder Unsicherheit sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.

Kinder und Jugendliche haben von Natur aus einen höheren Ruhepuls als Erwachsene 1,5. Ob der Wert Ihres Kindes unauffällig ist, beurteilt die kinderärztliche Praxis; bei Beschwerden oder Unsicherheit wenden Sie sich dorthin.

Wann zum Arzt?

Ein Ruhepuls ersetzt keine Untersuchung. Ärztlichen Rat sollten Sie einholen,

  • wenn Ihr Ruhepuls häufig oder dauerhaft über 100 Schlägen pro Minute liegt: Herzstiftung, AOK und Barmer raten in diesem Fall zur ärztlichen Abklärung 1,2,6;
  • wenn ein niedriger Puls zusammen mit Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht auftritt 1, oder wenn er ohne sportliches Training ständig niedrig ist 6;
  • wenn Sie Luftnot bei Belastung, Brustschmerzen oder Schwindel bei Herzrasen oder unregelmäßigem Herzschlag bemerken: Die Herzstiftung rät dann, sofort ärztliche Hilfe aufzusuchen 2;
  • wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Werte einordnen sollen oder ob Ihre Medikamente den Puls beeinflussen. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 10. Bei akuter Lebensgefahr wählen Sie die 112 10.

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Häufige Fragen

Welcher Ruhepuls ist normal?

Bei Erwachsenen liegt er laut Herzstiftung und AOK bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute 1,5. Für Kinder und Jugendliche gelten höhere Werte (80 bis 100) 1.

Welcher Ruhepuls ist bei Frauen normal?

Frauen haben meist einen etwas höheren Ruhepuls als Männer: laut AOK um etwa drei Schläge 5, laut Barmer liegt der Bereich bei 70 bis 80 gegenüber 60 bis 70 bei Männern 6. Die Angaben unterscheiden sich, Sie finden sie in der Tabelle oben.

Ist ein Ruhepuls von 50 normal?

Bei Sportlerinnen und Sportlern kann ein langsamer Herzschlag normal sein 4,7. Die Herzstiftung bezeichnet einen Ruhepuls von unter 40 als zu niedrig 1, die Barmer einen Wert unter 60 als verlangsamt, aber nicht unbedingt besorgniserregend 6. Mit Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht sollten Sie ärztlichen Rat einholen 1.

Ist ein Ruhepuls von 90 zu hoch?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Herzstiftung nennt in einer Sprechstunden-Antwort für ältere Menschen 60 bis 90 3, im Ratgeber 60 bis 80 1. Ärztlich abklären lassen sollten Sie vor allem Werte, die häufig oder dauerhaft über 100 liegen 2,6.

Was beeinflusst den Ruhepuls?

Training, Koffein, Stress, Fieber, Medikamente, Schilddrüsenerkrankungen, Körpergewicht, Schlaf und Schwangerschaft 1,2,5.

Sinkt der Ruhepuls mit dem Alter?

Die Quellen widersprechen sich: Die Herzstiftung nennt in einer Pressemitteilung einen sinkenden Wert 2, im Ratgeber einen leichten Anstieg bei Senioren 1, die AOK einen Anstieg bis etwa 50 und danach ein Absinken 5.

Wie hängen Ruhepuls und Lebenserwartung zusammen?

In Metaanalysen ging ein höherer Ruhepuls im Durchschnitt mit einem höheren Sterberisiko einher, etwa 1,09 pro 10 Schläge mehr 8. Das beschreibt Gruppen und sagt nichts über den Einzelfall.

Kann mein Wearable den Ruhepuls genau messen?

Es misst optisch am Handgelenk; Sitz und saubere Haut sind wichtig 4. Im Zweifel können Sie den Puls selbst nachzählen 4. Wearables liefern Hinweise, keine Diagnose.

Quellen

  1. Welcher Puls ist normal?, Deutsche Herzstiftung. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  2. #PULSEDAY: Puls messen und vor Risiken durch Herzrhythmusstörungen schützen, Deutsche Herzstiftung, Pressemitteilung. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  3. Brauche ich eine Smartwatch, um symptomloses Vorhofflimmern zu erkennen?, Deutsche Herzstiftung, Herz-Sprechstunde. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  4. Was tun, wenn die Smartwatch einen zu niedrigen Puls anzeigt?, Deutsche Herzstiftung, Herz-Sprechstunde. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  5. So einfach lässt sich der Puls messen, AOK. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Veröffentlicht am 30.09.2022.
  6. Welcher Ruhepuls ist normal und was sagt er aus?, Barmer. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  7. Guideline for the application of heart rate and heart rate variability in occupational medicine and occupational health science, Sammito S. et al., Journal of Occupational Medicine and Toxicology 2024. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  8. Resting heart rate and all-cause and cardiovascular mortality in the general population: a meta-analysis, Zhang D. et al., CMAJ 2016. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  9. Resting heart rate and the risk of cardiovascular disease, total cancer, and all-cause mortality, Aune D. et al., Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases 2017. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  10. Wen anrufen: 116117 oder 112?, 116117.de, Kassenärztliche Bundesvereinigung. Abgerufen am 16. Oktober 2026