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Körperzusammensetzung und Gewicht

BMI-Tabelle für Frauen und Männer: Werte, Alter und Grenzen

Für Erwachsene gilt bei Frauen und Männern dieselbe Einteilung: Ein BMI von 18,5 bis 24,9 entspricht Normalgewicht, 25 bis 29,9 Übergewicht, ab 30 beginnt die Adipositas 1. Nach Selbstangaben sind in Deutschland 53,5 % der Erwachsenen übergewichtig, 19,0 % haben eine Adipositas 2. Der BMI ordnet grob ein und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.

Das Wichtigste in Zahlen

  • 18,5 bis 24,9: BMI-Bereich für Normalgewicht bei Erwachsenen, für Frauen und Männer gleich. 1
  • 53,5 % der Erwachsenen in Deutschland sind übergewichtig (Frauen 46,6 %, Männer 60,5 %), 19,0 % haben eine Adipositas (Selbstangaben, 2019/2020). 2
  • Ab 64 Jahren gelten BMI-Werte laut BIÖG erst ab 29 als Übergewicht. 3
  • Bauchumfang: Ab mehr als 80 cm bei Frauen und 94 cm bei Männern steigt laut DGE das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten. 5

Welche BMI-Werte gelten für Erwachsene?

Der Body-Mass-Index (BMI) setzt das Körpergewicht in Kilogramm ins Verhältnis zur Körpergröße in Metern zum Quadrat. Je nach Ergebnis wird das Gewicht in feste Klassen eingeordnet. Für Erwachsene gilt die folgende Einteilung, die Gesundheitsinformation.de des IQWiG und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) übereinstimmend verwenden 1,5. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Übergewicht bei Erwachsenen ab einem BMI von 25 und Adipositas ab 30 6.

BMI-Klassen bei Erwachsenen
BMI (kg/m²)EinordnungWas das bedeutet
unter 18,5UntergewichtDas Gewicht liegt unter dem Normalbereich.
18,5 bis 24,9NormalgewichtDer Bereich, der als normal eingestuft wird.
25 bis 29,9Übergewicht (Präadipositas)Die DGE ordnet das Risiko für Begleiterkrankungen hier als gering erhöht ein 5; laut Gesundheitsinformation.de hat ein BMI in dieser Größenordnung nach Studienlage keinen großen Einfluss auf die Lebenserwartung und viele Erkrankungen 1.
30 bis 34,9Adipositas Grad 1Eine Adipositas kann sich negativ auf Gesundheit und Lebenserwartung auswirken 1.
35 bis 39,9Adipositas Grad 2Je ausgeprägter die Adipositas, desto größer das Risiko für Folgeerkrankungen 1.
ab 40Adipositas Grad 3Höchste Klasse der Einteilung.

Klassen nach Gesundheitsinformation.de (IQWiG) und DGE (Grenze Adipositas Grad 3: DGE „ab 40“, IQWiG „über 40“).

BMI-Klassen für ErwachseneWaagerechte Skala von 15 bis 45: Untergewicht bis 18,4, Normalgewicht 18,5 bis 24,9, Übergewicht 25 bis 29,9, Adipositas Grad 1 bis 3 ab 30.1518,52530354045Untergewichtunter 18,5Normalgewicht18,5 bis 24,9Übergewicht25 bis 29,9Adipositas Grad 130 bis 34,9Adipositas Grad 235 bis 39,9Adipositas Grad 3ab 40BMI in kg/m²
BMI-Klassen für Erwachsene auf einer Skala von 15 bis 45. Eigene Darstellung nach Gesundheitsinformation.de (IQWiG).

So rechnen Sie selbst: BMI = Gewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern, geteilt noch einmal durch die Körpergröße. Beispiel: 70 kg bei 1,75 m ergeben 70 : 1,75 : 1,75 = 22,9, also Normalgewicht. Wenn Sie nur Ihren Wert wissen möchten, genügt der BMI-Rechner; diese Seite dient zum Einordnen.

Wie viel Gewicht entspricht dem Normalbereich bei meiner Größe?

Die folgende Tabelle rechnet die Klassengrenzen in Kilogramm um. Sie ist aus der BMI-Formel berechnet, die Untergrenze des Normalbereichs bei 18,5, die Obergrenze bei 24,9. Die Werte gelten für Erwachsene und sind auf 0,1 kg gerundet.

Gewichtsgrenzen nach Körpergröße (Erwachsene)
KörpergrößeNormalgewicht (BMI 18,5 bis 24,9)Übergewicht ab (BMI 25)Adipositas ab (BMI 30)
150 cm41,6 bis 56,0 kg56,2 kg67,5 kg
155 cm44,4 bis 59,8 kg60,1 kg72,1 kg
160 cm47,4 bis 63,7 kg64,0 kg76,8 kg
165 cm50,4 bis 67,8 kg68,1 kg81,7 kg
170 cm53,5 bis 72,0 kg72,2 kg86,7 kg
175 cm56,7 bis 76,3 kg76,6 kg91,9 kg
180 cm59,9 bis 80,7 kg81,0 kg97,2 kg
185 cm63,3 bis 85,2 kg85,6 kg102,7 kg
190 cm66,8 bis 89,9 kg90,2 kg108,3 kg
195 cm70,3 bis 94,7 kg95,1 kg114,1 kg

Eigene Berechnung aus der BMI-Formel; kein individueller Zielwert.

Beispiel: Bei 170 cm liegt der Normalbereich zwischen 53,5 und 72,0 kg. Ab 72,2 kg beginnt rechnerisch das Übergewicht, ab 86,7 kg die Adipositas. Ein Wert knapp neben einer Grenze ist kein Alarmzeichen: Die Klassen sind Orientierungswerte, keine scharfen Gesundheitsgrenzen 1.

Gibt es eine eigene BMI-Tabelle für Frauen und Männer?

Nein, die Klassengrenzen sind für Frauen und Männer gleich 1. Unterschiede zeigen sich eher bei der Körperzusammensetzung: Als normal gelten laut Gesundheitsinformation.de bei Männern 8 bis 25 % Körperfett, bei Frauen 20 bis 35 % 1. Dieselbe Zahl auf der Waage kann bei zwei Menschen also Verschiedenes bedeuten. Mehr dazu im Ratgeber zum Körperfettanteil.

Wie sich die BMI-Klassen in Deutschland verteilen, zeigt eine Erhebung des Robert Koch-Instituts. Die Zahlen beruhen auf Selbstangaben zu Gewicht und Größe, nicht auf Messungen 2.

BMI-Klassen bei Erwachsenen in Deutschland nach Geschlecht und Alter (Angaben in Prozent)
GruppeUntergewichtNormalgewichtÜbergewicht ohne AdipositasAdipositas
Frauen gesamt3,450,027,619,0
Frauen 18 bis 29 Jahre7,266,616,210,0
Frauen 30 bis 44 Jahre4,155,126,214,6
Frauen 45 bis 64 Jahre2,047,028,222,9
Frauen ab 65 Jahre2,641,134,022,4
Männer gesamt1,338,341,319,1
Männer 18 bis 29 Jahre2,760,727,29,3
Männer 30 bis 44 Jahre1,440,439,518,7
Männer 45 bis 64 Jahre1,030,444,923,8
Männer ab 65 Jahre0,431,448,519,7

Quelle: Robert Koch-Institut, GEDA 2019/2020-EHIS (Selbstangaben, Erwachsene ab 18 Jahren). Rundungsdifferenzen möglich.

Anteil mit Übergewicht nach Alter und GeschlechtAnteil der Erwachsenen mit einem BMI ab 25, einschließlich Adipositas. Frauen: 26,2 Prozent bei 18 bis 29 Jahren, 40,8 bei 30 bis 44, 51,1 bei 45 bis 64, 56,3 ab 65. Männer: 36,5, 58,2, 68,7 und 68,2 Prozent.Frauen 18 bis 29 Jahre26,2 %Frauen 30 bis 44 Jahre40,8 %Frauen 45 bis 64 Jahre51,1 %Frauen ab 65 Jahre56,3 %Männer 18 bis 29 Jahre36,5 %Männer 30 bis 44 Jahre58,2 %Männer 45 bis 64 Jahre68,7 %Männer ab 65 Jahre68,2 %
Anteil der Erwachsenen mit BMI ab 25 (Übergewicht einschließlich Adipositas). Eigene Darstellung nach RKI, GEDA 2019/2020-EHIS, Selbstangaben.

Auffällig ist der Verlauf mit dem Alter: Mit zunehmendem Alter steigt bei Frauen und Männern die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas 2. Bei Männern liegt der Anteil mit Normalgewicht ab 45 Jahren nur noch bei rund 30 %, bei Frauen ab 65 Jahren bei rund 41 %.

Ändert sich die BMI-Tabelle mit dem Alter?

Bis ins höhere Alter gilt grundsätzlich dieselbe Einteilung wie in der Tabelle oben. Für ältere Menschen weichen einzelne Quellen aber ab oder mahnen zur Vorsicht:

  • Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA) schreibt auf dem Portal „Gesund & aktiv älter werden“: Bei älteren Menschen ab 64 Jahren gelten BMI-Werte erst ab 29 als Übergewicht, und ein BMI zwischen 25 und 29 kann im Alter als Normalgewicht gelten, wenn keine Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen 3.
  • Die DGE hält fest, dass unter Fachleuten weiter diskutiert wird, welcher BMI-Bereich für ältere Menschen empfehlenswert ist. Anerkannt ist: Adipositas sollte in allen Altersgruppen vermieden werden 4.
  • Mit dem Alter nimmt die Körpergröße ab, unter anderem durch Haltungsschäden, eine Verkrümmung der Wirbelsäule und Flüssigkeitsverlust in den Bandscheiben. Das sollte bei der Beurteilung des BMI ebenso berücksichtigt werden wie die Veränderung der Fett- und Muskelanteile 4.
  • Gesundheitsinformation.de weist darauf hin, dass der BMI den Körperfettanteil bei älteren Menschen eher unterschätzt, weil die Muskelmasse im Alter abnimmt 1.

Tabellen mit festen Wunsch-BMI-Werten je Altersgruppe kursieren im Netz. In den Quellen von IQWiG, DGE und BIÖG, auf denen diese Seite beruht, kommen sie nicht vor und sind hier deshalb nicht abgedruckt. Wenn Sie ab 65 wissen möchten, was für Sie ein guter Wert ist, sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.

Gilt die Tabelle auch für Kinder und Jugendliche?

Nein. Bei Kindern und Jugendlichen wächst der Körper, deshalb wird der BMI mit Perzentilen verglichen, die Alter und Geschlecht berücksichtigen. Als übergewichtig gilt ein Gewicht über der 90. Perzentile, bei einem Gewicht über der 97. Perzentile spricht man von Adipositas 5. Die Erwachsenentabelle lässt sich deshalb nicht auf Kinder übertragen; Einzelheiten finden Sie im Ratgeber BMI bei Kindern und Jugendlichen.

Was der BMI nicht verrät

Der BMI ist schnell berechnet, aber er kennt nur zwei Zahlen. Gesundheitsinformation.de nennt drei Grenzen 1:

  • Er berücksichtigt den Körperbau nicht, ist bei sehr kleinen und sehr großen Menschen unzuverlässig und unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse: Bei sehr muskulösen Menschen überschätzt er den Fettanteil am Körpergewicht.
  • Er sagt nichts über die Verteilung des Körperfetts: Fett im Bauchraum ist gesundheitlich problematischer als Fett an anderen Körperstellen, weil es sich stärker auf den Stoffwechsel auswirkt.
  • Die in westlichen Ländern üblichen Klassen passen nicht für alle Herkunftsgruppen gleich gut: Bei Menschen aus Südostasien unterschätzen sie den Körperfettanteil, bei Menschen afrikanischer Abstammung überschätzen sie ihn.

Wer den Körperfettanteil genauer beobachten möchte, kann eine Körperanalysewaage nutzen. Gesundheitsinformation.de beschreibt solche Waagen als Möglichkeit, den Körperfettanteil mit der bioelektrischen Impedanzanalyse grob zu schätzen 1. Wie belastbar die Werte sind, erklärt der Ratgeber BIA-Waagen: wie genau sind die Werte?.

Wann ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sinnvoll ist

Die BMI-Tabelle ersetzt keine Untersuchung. Ein Gespräch ist sinnvoll,

  • wenn Ihr BMI im Bereich der Adipositas liegt (ab 30): Gesundheitsinformation.de empfiehlt, ihre Bedeutung im Zusammenhang mit anderen Risikofaktoren wie Blutdruck, Cholesterinwerten, Diabetes und Rauchen zu betrachten 1;
  • wenn Sie abnehmen möchten und Vorerkrankungen haben: Das BIÖG rät, nur abzunehmen, wenn es medizinisch sinnvoll ist, und dies in jedem Fall mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen 3;
  • wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihr Gewicht einordnen sollen: Die Hausarztpraxis kann Gewicht, Bauchumfang und weitere Werte gemeinsam bewerten.

Rechner zum Thema

Häufige Fragen

Welcher BMI ist normal?

Bei Erwachsenen gilt ein BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht, für Frauen und Männer gleichermaßen 1.

Ab welchem BMI ist man übergewichtig?

Ab einem BMI von 25; ab 30 spricht man von Adipositas 1,6. Die DGE ordnet das Risiko für Begleiterkrankungen bei einem BMI von 25 bis 29,9 als gering erhöht ein 5; laut Gesundheitsinformation.de hat ein BMI zwischen 25 und 30 nach Studienlage keinen großen Einfluss auf die Lebenserwartung, während eine Adipositas sich negativ auswirken kann 1.

Gilt für Frauen eine andere BMI-Tabelle als für Männer?

Nein, die Klassengrenzen sind gleich 1. Unterschiede liegen im Körperfettanteil: Als normal gelten 8 bis 25 % bei Männern und 20 bis 35 % bei Frauen 1.

Welcher BMI ist ab 65 Jahren gut?

Das BIÖG nennt für Menschen ab 64 Jahren BMI-Werte erst ab 29 als Übergewicht; ein BMI zwischen 25 und 29 kann dann als normal gelten, wenn keine Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen 3. Die DGE betont, dass Fachleute den empfehlenswerten Bereich weiter diskutieren 4. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Wie viel darf ich bei 170 cm wiegen?

Rechnerisch liegt der Normalbereich bei 53,5 bis 72,0 kg; ab 72,2 kg beginnt das Übergewicht (BMI 25), ab 86,7 kg die Adipositas (BMI 30). Das folgt aus der BMI-Formel und ist kein individueller Zielwert.

Ist der BMI bei Sportlern aussagekräftig?

Nur eingeschränkt: Er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse und überschätzt den Fettanteil bei sehr muskulösen Menschen 1. Bauchumfang und Körperfettanteil geben zusätzliche Hinweise.

Wie gut sagt der BMI mein Gesundheitsrisiko voraus?

Nur grob: Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hängt von vielen weiteren Faktoren ab, etwa Alter, Geschlecht, Blutdruck, Cholesterinwerten, familiärer Veranlagung, Diabetes und Rauchen 1.

Kann eine Körperanalysewaage den BMI ersetzen?

Sie ergänzt ihn: Per Bioimpedanzanalyse wird zusätzlich der Körperfettanteil geschätzt 1. Die Werte sind Schätzungen, kein medizinisches Messergebnis, und Menschen mit Herzschrittmacher sollten solche Waagen nicht verwenden.

Quellen

  1. Was sagt der Body-Mass-Index über die Gesundheit aus?, Gesundheitsinformation.de, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Abgerufen am 16. Oktober 2026
  2. Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, Ergebnisse der Studie GEDA 2019/2020-EHIS, Robert Koch-Institut, Journal of Health Monitoring 2022; 7(3). Abgerufen am 16. Oktober 2026. Selbstangaben zu Gewicht und Größe.
  3. Gesund & aktiv älter werden: Übergewicht und Adipositas, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA). Abgerufen am 16. Oktober 2026
  4. Körperzusammensetzung und kritische Nährstoffe im Alter, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), DGEwissen 9/2023. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  5. Übergewicht und Adipositas, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Abgerufen am 16. Oktober 2026
  6. Obesity and overweight, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Fact Sheet. Abgerufen am 16. Oktober 2026