Das Wichtigste in Zahlen
- Über 80 cm (Frauen) und über 94 cm (Männer): Ab diesem Taillenumfang steigt laut DGE das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten. 3
- Über 88 cm (Frauen) und über 102 cm (Männer): Bauchumfang, der laut Gesundheitsinformation.de auf viel Bauchfett hindeutet. 2
- 5 % der Normalgewichtigen hatten in einer Auswertung von fast 260.000 Menschen einen erhöhten Bauchumfang, 18 % ein erhöhtes Taille-Hüft-Verhältnis. 5
- 6,1 % weniger viszerales Fett durch Bewegung ohne Gewichtsverlust, bei Diät allein 1,1 %: Ergebnis einer Meta-Analyse über 117 Studien. 10
Was ist viszerales Fett?
Viszerales Fett (von lateinisch „viscera“, die Eingeweide) ist Körperfett, das tief im Bauchraum liegt und die inneren Organe umgibt. Die Deutsche Herzstiftung beschreibt es als Bauchfett, das als Energiespeicher dient 4. Davon zu unterscheiden ist das subkutane Fett, das direkt unter der Haut liegt: Es ist die Wölbung, die Sie an Bauch oder Hüfte sehen und greifen können 8.
Der Unterschied ist für die Gesundheit wichtig. Gesundheitsinformation.de, das Portal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), schreibt: Aus Studien wisse man, dass im Bauchraum abgelagertes Fett gesundheitlich problematischer sei als Fett an anderen Körperstellen, weil es sich stärker auf den Stoffwechsel auswirke 1. Die AOK beschreibt Bauchfett als besonders stoffwechselaktiv: Es sondere Stoffe ab, die für den Körper gefährlich werden können, spreche aber auch besser auf Maßnahmen an 8.
Von außen sehen Sie viszerales Fett nicht zuverlässig. Die Herzstiftung hält fest, dass auch bei normalem Körpergewicht ein hoher Anteil an viszeralem Fett bestehen kann, mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko 4. Die Apotheken Umschau berichtet, dass gerade schlanke Menschen nicht selten zu viel viszerales Fett in sich tragen und das Problem oft erst durch auffällige Blutfettwerte entdeckt wird 16.
Warum erhöht viszerales Fett das Gesundheitsrisiko?
Nach Angaben der AOK steigt mit einem hohen Anteil an viszeralem Fett unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall) und für Störungen des Stoffwechsels wie erhöhten Blutzucker, Insulinresistenz, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte und das metabolische Syndrom 8. Die Herzstiftung nennt zusätzlich bestimmte Krebsarten 4. Umgekehrt gilt laut AOK: Wer das viszerale Fett verringert, kann das Risiko dieser Folgekrankheiten verringern 8.
Wie wenig der Blick auf die Waage allein verrät, zeigt eine große Auswertung, über die die Herzstiftung berichtet. Die Cross-Cohort Collaboration führte Daten von fast 260.000 Frauen und Männern aus 15 Bevölkerungsstudien zusammen, die etwa 20 Jahre nachbeobachtet wurden und zu Beginn keine bekannte koronare Herzkrankheit hatten 5. Bei den Personen mit Normalgewicht (BMI 18 bis 25) hatten 5 % einen krankhaft erhöhten Bauchumfang und 18 % ein erhöhtes Taille-Hüft-Verhältnis. Bei Übergewichtigen zeigten jeweils rund 40 % erhöhte Werte 5.
Besonders aufschlussreich ist das Ergebnis für Menschen mit normalem BMI: Wer einen erhöhten Bauchumfang oder ein erhöhtes Taille-Hüft-Verhältnis hatte, wies für die meisten untersuchten Herz-Kreislauf-Erkrankungen je nach Endpunkt ein um etwa 15 bis 50 % erhöhtes Risiko auf 5. Umgekehrt unterschieden sich Menschen mit Adipositas und vergleichsweise niedrigem Bauchumfang bei den meisten Erkrankungen nicht statistisch bedeutsam von Normalgewichtigen mit niedrigem Bauchumfang 5. Das ist eine Beobachtung in Bevölkerungsdaten, kein Urteil über den Einzelfall. Es erklärt aber, warum Fachleute den Bauchumfang zusätzlich zum BMI erfassen. Mehr zu den Grenzen des Index finden Sie im Ratgeber BMI: Aussagekraft und Grenzen.
Welcher Bauchumfang gilt als zu viel?
Für den Alltag nutzen Fachleute den Bauchumfang (Taillenumfang) als Näherung für das viszerale Fett. Die Apotheken Umschau schreibt: Wie viel viszerales Fettgewebe wirklich vorhanden ist, lasse sich nur durch bildgebende Verfahren wie ein MRT bestimmen, für die Beurteilung im Alltag sei die Näherung über den Taillenumfang aber in aller Regel ausreichend 6. In deutschen Quellen begegnen Ihnen zwei Wertepaare. Sie widersprechen sich nicht, sie beschreiben zwei Stufen:
| Quelle | Frauen | Männer | Aussage der Quelle |
|---|---|---|---|
| DGE 3 | über 80 cm | über 94 cm | Das Risiko, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten zu entwickeln, steigt. |
| Deutsche Herzstiftung 4 | unter 80 cm gesund, ab 88 cm stark erhöht | unter 94 cm normal, über 102 cm kritisch | Das Herz-Kreislauf-Risiko ist ab der oberen Stufe stark erhöht. |
| Gesundheitsinformation.de 2 | über 88 cm | über 102 cm | Deutet auf viel Bauchfett hin. |
Wörtlich nach den genannten Quellen. Die Maße berücksichtigen laut IQWiG nicht den individuellen Körperbau 1.
Ein Wert über der Grenze ist kein Befund, und ein Wert darunter ist keine Entwarnung. Die Zahlen sind Orientierungswerte für Erwachsene und gelten nicht für Kinder und Jugendliche. Die DGE bezeichnet den Taillenumfang bei einem BMI unter 35 als wichtige Zusatzinformation zur Fettverteilung 3.
Wie messen Sie den Bauchumfang richtig?
Ein Maßband genügt. Wichtig ist, immer an derselben Stelle und unter denselben Bedingungen zu messen, sonst vergleichen Sie Schwankungen statt Veränderungen. Das Protokoll folgt Gesundheitsinformation.de und der Herzstiftung 1,4:
- Messpunkt finden: Tasten Sie den unteren Rippenbogen und den Beckenkamm (den oberen Rand des Beckenknochens). Der Messpunkt liegt in der Mitte dazwischen 1,4.
- Band anlegen: Legen Sie das Maßband im Stehen einmal waagerecht um die Taille 1,4.
- Atmen und ablesen: Messen Sie nach leichtem Ausatmen und ziehen Sie den Bauch nicht ein 1.
- Zeitpunkt halten: Gesundheitsinformation.de empfiehlt, am besten morgens vor dem Frühstück zu messen 1. Messen Sie bei Vergleichen immer zur gleichen Tageszeit.
Eine ausführliche Anleitung mit den häufigsten Messfehlern finden Sie im Ratgeber Taillenumfang messen.
Taille-Hüft- und Taille-Größe-Verhältnis: Was sie zusätzlich sagen
Neben dem Umfang gibt es zwei Verhältniswerte. Das Taille-Hüft-Verhältnis (Waist-to-Hip-Ratio, WHR) berechnen Sie, indem Sie den Taillenumfang durch den Hüftumfang teilen; die Hüfte wird an der breitesten Stelle des Gesäßes gemessen 4. Die Herzstiftung gibt als Orientierung höchstens 0,85 bei Frauen und höchstens 0,9 bei Männern an 4. Die AOK nennt Werte ab 0,85 bei Frauen und ab 0,9 bei Männern als bedenklich 8. Bei genau 0,85 oder 0,9 lesen sich die Formulierungen leicht unterschiedlich; rechnen Sie deshalb besser mit „ab etwa“ als mit einer scharfen Linie.
Das Taille-Größe-Verhältnis (Waist-to-Height-Ratio) teilt den Taillenumfang durch die Körpergröße. Die Herzstiftung formuliert als Merkregel: Der Bauchumfang sollte weniger als die Hälfte der Körpergröße betragen. Sie verweist auf eine schwedische Untersuchung, nach der ein Wert ab 0,5 mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Herzinsuffizienz, verbunden ist 4,5. Der Vorteil: Sie brauchen keine Tabelle nach Geschlecht, nur ein Maßband und Ihre Größe.
| Körpergröße | Taillenumfang bei Verhältnis 0,5 | Zum Vergleich: DGE-Grenze Frauen (80 cm) / Männer (94 cm) |
|---|---|---|
| 150 cm | 75,0 cm | Beide Grenzen liegen darüber. |
| 160 cm | 80,0 cm | Entspricht der Frauen-Grenze von 80 cm. |
| 170 cm | 85,0 cm | Frauen-Grenze liegt darunter, Männer-Grenze darüber. |
| 180 cm | 90,0 cm | Frauen-Grenze liegt darunter, Männer-Grenze darüber. |
| 190 cm | 95,0 cm | Entspricht fast der Männer-Grenze von 94 cm. |
Eigene Berechnung: Körpergröße mal 0,5 (Merkregel der Herzstiftung). Kein individueller Zielwert.
Beispiel nach der Herzstiftung: 85 cm Taillenumfang bei 170 cm Körpergröße ergibt 85 : 170 = 0,5 4. Die Tabelle zeigt: Das Verhältnis 0,5 und die DGE-Grenzen stimmen nur bei bestimmten Körpergrößen überein. Das ist ein Grund mehr, Umfang und Verhältnis gemeinsam zu betrachten und nicht einen einzelnen Wert zu überbewerten.
Was zeigt eine Körperfettwaage über viszerales Fett?
Viele Körperanalysewaagen weisen einen „Viszeralfett-Wert“ oder „Viszeralfett-Level“ aus. Für diese Anzeige gibt es keine herstellerunabhängige Norm, die sich als Grenzwert wiedergeben ließe; die Skalen sind Eigenentwicklungen der Hersteller. Aus unabhängigen Quellen lässt sich vor allem ablesen, was solche Waagen grundsätzlich können und was nicht.
- Waagen, auf die Sie sich nur mit den Füßen stellen, schicken einen schwachen Strom von Fuß zu Fuß. Laut einem Mediziner der Charité Berlin, zitiert in der Apotheken Umschau, wird der Bauch dabei fast komplett untermessen 7.
- Geräte mit zusätzlichen Elektroden für die Hände (Vier-Punkt-Waagen) erkennen viszerales Fett laut einer von der Apotheken Umschau zitierten Professorin der Deutschen Sporthochschule Köln besser, weil der Oberkörper in die Messung einbezogen wird 7.
- Die Messung des absoluten Körperfettanteils kann bei Heimwaagen laut dem zitierten Charité-Mediziner zehn Prozentpunkte neben der Wahrheit liegen 7.
- Veränderungen lassen sich dagegen beobachten, wenn immer unter denselben Bedingungen gemessen wird, etwa während einer Gewichtsabnahme 7.
- Am genauesten sind laut Apotheken Umschau bildgebende Verfahren wie DEXA; Strahlenbelastung und Kosten sprechen gegen den routinemäßigen Einsatz, die Methode wird vor allem in Studien angewendet 7.
Als geeignetere Messgröße für das gefährliche Bauchfett nennt die zitierte Professorin den Taillenumfang, weil er die Fettverteilung berücksichtigt 7. Die praktische Folge: Betrachten Sie eine Waage als Ergänzung für den Verlauf, nicht als Ersatz für das Maßband und nicht als medizinisches Messergebnis. Wie belastbar Bioimpedanz-Werte sind, erklärt der Ratgeber BIA-Waagen: wie genau sind die Werte?; Grundlagen zu Messmethoden stehen im Ratgeber Körperfett messen.
Was zeigen Studien zum Abbau von viszeralem Fett?
Die ersten beiden Zeilen der Tabelle stammen aus Meta-Analysen, die das viszerale Fett per Bildgebung gemessen haben (CT, MRT, Ultraschall). Die beiden anderen Studien arbeiteten mit Körperfett- und Umfangsmessungen beziehungsweise mit Beobachtungsdaten und sind entsprechend vorsichtiger zu lesen. Die Tabelle nennt jeweils den Umfang der Studie.
| Maßnahme | Studie | Ergebnis |
|---|---|---|
| Ausdauertraining ohne Diät | Meta-Analyse, 15 Studien, 852 Personen (Vissers et al. 2013) 9 | Viszerales Fett sinkt (standardisierte Differenz −0,497; 95-%-Intervall −0,655 bis −0,340). Aerobes Training mittlerer oder hoher Intensität hat laut Autoren das höchste Potenzial. |
| Bewegung gegenüber Diät | Meta-Analyse, 117 Studien, 4.815 Personen (Verheggen et al. 2016) 10 | Beides senkt viszerales Fett. Ohne Gewichtsverlust: −6,1 % durch Bewegung, bei Diät praktisch keine Veränderung (1,1 %). Gewichtsverlust allein spiegelt das viszerale Fett nicht zuverlässig wider. |
| Bauchübungen allein | Randomisierte Studie, 24 Personen, 6 Wochen (Vispute et al. 2011) 11 | Kein signifikanter Effekt auf Körperfettanteil, Bauchumfang oder Hautfalten. |
| Krafttraining | Beobachtungsstudie, rund 10.500 US-Männer, 12 Jahre (Mekary et al. 2015) 12 | Je 20 Minuten mehr pro Tag: Taillenumfang stieg um 0,67 cm weniger an; bei Ausdauer mittlerer bis hoher Intensität um 0,33 cm. |
Zusammenfassung der Abstracts auf PubMed. Studien mit unterschiedlichem Design lassen sich nicht direkt gegeneinander aufrechnen.
Drei Dinge lassen sich daraus ableiten. Erstens: Bewegung war in der Meta-Analyse auch ohne Gewichtsverlust mit weniger viszeralem Fett verbunden. Verheggen und Kollegen schreiben, das Gesamtgewicht sei möglicherweise ein schlechter Marker, um Vorteile von Lebensstil-Maßnahmen zu beurteilen 10. Beachten Sie aber den Hinweis der Autoren: Der Unterschied zwischen Bewegung und Diät beim viszeralen Fett war nur ein Trend (P = 0,08), die Diät führte zu einem größeren Gewichtsverlust, und beide Wege senken das viszerale Fett 10.
Zweitens: Eine Stelle gezielt zu „bearbeiten“ führte nicht zum Erfolg. In der kleinen Studie von Vispute und Kollegen veränderten sechs Wochen Bauchübungen bei gleichbleibender Ernährung weder Körperfett noch Bauchumfang signifikant; die Teilnehmenden wurden aber bei den Übungen kräftiger 11. Die AOK ordnet es ebenso ein: Mit Sit-ups und Crunches stärken Sie die Bauchmuskeln, das umgebende Bauchfett bleibt, wo es ist 15. Eine in der Apotheken Umschau zitierte Sportwissenschaftlerin sagt, nur am Bauch abzunehmen funktioniere nicht, niemand könne gezielt nur an einer Stelle Fett abbauen 16. Eine Auswahl wirksamer Maßnahmen und ein realistisches Tempo beschreibt der Ratgeber Bauchfett verlieren.
Drittens: Ohne Energiedefizit baut der Körper laut Barmer kein Fett ab 18. Die DGE beschreibt als Basistherapie bei Übergewicht Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie und rät, die körperliche Aktivität zu steigern und im Rahmen einer vollwertigen Ernährung ein Energiedefizit zu erreichen 3. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 Minuten Bewegung mittlerer Intensität pro Woche 19. Das gilt als Mindestmaß für die Gesundheit allgemein, nicht als Dosis für einen bestimmten Bauchumfang.
Schlaf, Stress, Alkohol und Wechseljahre: Was die Quellen sagen
Neben Ernährung und Bewegung werden weitere Einflüsse diskutiert. Die folgenden Angaben stammen aus Beobachtungsstudien und Magazinbeiträgen; sie sind kein Wirksamkeitsnachweis.
- Schlaf: In einer Studie mit 293 Erwachsenen, die im Mittel sechs Jahre nachbeobachtet wurden, nahmen Kurzschläfer (höchstens 6 Stunden) und Langschläfer (mindestens 9 Stunden) mit 23,4 und 20,2 cm² mehr viszerales Fett zu als Menschen mit 7 bis 8 Stunden Schlaf (14,1 cm²). Wer von höchstens 6 auf 7 bis 8 Stunden wechselte, nahm etwa 6 cm² weniger zu 13. Das ist eine Beobachtung, kein Beweis für Ursache und Wirkung.
- Stress: Die AOK schreibt, ein erhöhter Stresspegel führe zu vermehrtem Appetit und Heißhunger und könne die Ansammlung von Bauchfett fördern 8.
- Alkohol: Ein hoher Alkoholkonsum trägt laut AOK dazu bei, dass Übergewicht entsteht; ein „Bierbauch“ entsteht aber meist nicht allein durch Bier 17.
- Wechseljahre: In einer Längsschnittstudie mit Frauen vor der Menopause nahmen alle Unterhautfett am Bauch zu, aber nur Frauen, die in den vier Jahren postmenopausal wurden, nahmen signifikant viszerales Fett zu 14. Die Apotheken Umschau beschreibt ebenfalls veränderte Fettverteilung in den Wechseljahren 16.
Wie lange es dauert, bis sich ein Wert verändert, und welche Rolle einzelne Lebensmittel spielen, lässt sich aus den hier genutzten Quellen nicht belegen.
Wann ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sinnvoll ist
Diese Seite ersetzt keine Untersuchung. Ein Gespräch in der Hausarztpraxis ist sinnvoll,
- wenn Ihr Bauchumfang über 88 cm (Frauen) oder über 102 cm (Männer) liegt: Die Praxis kann das zusammen mit Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerten einordnen, die laut AOK mit viszeralem Fett zusammenhängen 4,8;
- wenn Ihr BMI im Normalbereich liegt, der Bauchumfang aber auffällig ist: Gerade dann kann das Risiko höher sein, als der BMI vermuten lässt 5;
- wenn Sie abnehmen möchten und Vorerkrankungen haben oder Medikamente einnehmen: Das BIÖG rät, nur abzunehmen, wenn es medizinisch sinnvoll ist, und dies in jedem Fall mit der Ärztin oder dem Arzt zu besprechen 20;
- bei akuter Lebensgefahr wählen Sie in Deutschland die 112; außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Rechner zum Thema
- BMI-Rechner berechnet Ihren BMI direkt im Browser und ohne Datenübertragung; der Bauchumfang kommt dazu.
- Körperfettanteil berechnen schätzt den Körperfettanteil aus Maßen, ebenfalls ohne Datenübertragung.
Häufige Fragen
Was ist viszerales Fett?
Fett, das tief im Bauchraum liegt und die inneren Organe umgibt. Es dient als Energiespeicher und gilt als gesundheitlich problematischer als Fett an anderen Körperstellen 1,4.
Wie viel viszerales Fett ist normal?
Dafür gibt es keinen festen Wert für zu Hause. Als Orientierung dient der Bauchumfang: Die DGE nennt ein steigendes Risiko ab über 80 cm bei Frauen und über 94 cm bei Männern 3, Gesundheitsinformation.de deutet über 88 cm beziehungsweise 102 cm als viel Bauchfett 2.
Kann man viszerales Fett sehen?
Nicht zuverlässig. Auch bei normalem Körpergewicht kann ein hoher Anteil bestehen 4. Genau bestimmen lässt es sich nur mit bildgebenden Verfahren wie einem MRT 6.
Wie messe ich viszerales Fett zu Hause?
Am besten mit einem Maßband: Mitte zwischen unterem Rippenbogen und Beckenkamm, waagerecht, nach leichtem Ausatmen, am besten morgens vor dem Frühstück 1. Körperfettwaagen ergänzen den Verlauf, messen den Bauch aber je nach Bauart schlecht 7.
Was bedeutet der Viszeralfett-Wert meiner Waage?
Die Skalen sind Eigenentwicklungen der Hersteller; eine unabhängige Norm gibt es nicht. Fuß-zu-Fuß-Waagen messen den Bauch laut einem Charité-Mediziner fast komplett unter 7. Behandeln Sie die Zahl als Schätzung für den Verlauf.
Was zeigen Studien zu Bauchübungen und viszeralem Fett?
In einer Studie mit 24 Personen veränderten sechs Wochen Bauchübungen das Körperfett nicht signifikant 11. In Meta-Analysen war Ausdauertraining und Bewegung insgesamt mit weniger viszeralem Fett verbunden 9,10.
Quellen
- Was sagt der Body-Mass-Index über die Gesundheit aus?, Gesundheitsinformation.de, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Starkes Übergewicht (Adipositas), Gesundheitsinformation.de (IQWiG). Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Übergewicht und Adipositas, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Gefährliches Übergewicht: auch auf die Fettverteilung achten, Deutsche Herzstiftung. Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Herzrisiko: Warum der Bauchumfang mehr verrät als der BMI, Deutsche Herzstiftung, Erstellt am 24.09.2026. Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Metabolisches Syndrom, Apotheken Umschau. Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Körperfettwaagen im Check: So zuverlässig sind die Messergebnisse, Apotheken Umschau. Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Bauchfett verlieren: So riskant ist das viszerale Fett, AOK, aktualisiert am 02.04.2026. Abgerufen am 16. Oktober 2026
- The effect of exercise on visceral adipose tissue in overweight adults: a systematic review and meta-analysis, Vissers D, Hens W, Taeymans J, Baeyens JP, Poortmans J, Van Gaal L. PLoS One 2013;8(2):e56415. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Abstract gelesen.
- A systematic review and meta-analysis on the effects of exercise training versus hypocaloric diet: distinct effects on body weight and visceral adipose tissue, Verheggen RJ, Maessen MF, Green DJ et al. Obesity Reviews 2016. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Abstract gelesen.
- The effect of abdominal exercise on abdominal fat, Vispute SS, Smith JD, LeCheminant JD, Hurley KS. Journal of Strength and Conditioning Research 2011. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Abstract gelesen.
- Weight training, aerobic physical activities, and long-term waist circumference change in men, Mekary RA, Grøntved A, Després JP et al. Obesity 2015. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Abstract gelesen; Beobachtungsstudie bei Männern.
- Change in sleep duration and visceral fat accumulation over 6 years in adults, Chaput JP, Bouchard C, Tremblay A. Obesity 2014. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Abstract gelesen; Beobachtungsstudie.
- Increased visceral fat and decreased energy expenditure during the menopausal transition, Lovejoy JC, Champagne CM, de Jonge L et al. International Journal of Obesity 2008. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Abstract gelesen.
- Sportarten und Übungen zum Abnehmen, AOK. Abgerufen am 16. Oktober 2026
- So werden Sie Ihr Bauchfett los, Apotheken Umschau. Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Bierbauch: Wie entsteht er und wie geht er weg?, AOK. Abgerufen am 16. Oktober 2026
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- Physical activity, Fact Sheet, Weltgesundheitsorganisation (WHO). Abgerufen am 16. Oktober 2026
- Gesund & aktiv älter werden: Übergewicht und Adipositas, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, früher BZgA). Abgerufen am 16. Oktober 2026