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Körperzusammensetzung und Gewicht

Wie aussagekräftig ist der BMI? Grenzen, Studien und Ergänzungen

Der BMI ist ein grober Richtwert: Er berücksichtigt weder den Körperbau noch die Muskelmasse noch die Verteilung des Körperfetts 1. In einer Auswertung von 239 Studien war die Sterblichkeit bei einem BMI von 20 bis 25 am niedrigsten 7; zwei andere große Auswertungen kommen zu abweichenden Bereichen 5,6. Als alleiniges Gesundheitsmaß für den Einzelnen raten internationale Fachleute davon ab 10.

Das Wichtigste in Zahlen

  • BMI 25 bis 30: Laut IQWiG nach Studienlage kein großer Einfluss auf Lebenserwartung und verschiedene Erkrankungen; eine Adipositas (über 30) kann sich negativ auswirken. 1
  • Auswertung von 239 Studien (Lancet 2016): Die Sterblichkeit war bei einem BMI von 20,0 bis 25,0 am niedrigsten, im Bereich 25,0 bis unter 27,5 lag das Hazard Ratio bei 1,07, bei Adipositas Grad 1 bei 1,45. 7
  • Auswertung von 97 Studien (JAMA 2013): Hazard Ratio 0,94 für Übergewicht (BMI 25 bis unter 30) im Vergleich zu Normalgewicht. 6
  • Übersichtsarbeit zum Taille-zu-Größe-Verhältnis (2010): Der mittlere Grenzwert lag bei 0,5, also einem Taillenumfang von weniger als der halben Körpergröße. 9
  • 53,5 % der Erwachsenen in Deutschland sind übergewichtig, 19,0 % haben eine Adipositas (Selbstangaben, 2019/2020). 4

Wie aussagekräftig ist der BMI für die Gesundheit?

Der Body-Mass-Index setzt das Körpergewicht in Kilogramm ins Verhältnis zur Körpergröße in Metern zum Quadrat. Die Klassen für Erwachsene finden Sie in der BMI-Tabelle. Wie viel diese Zahl über die Gesundheit eines einzelnen Menschen verrät, beurteilen die Quellen vorsichtig. Die AOK nennt den BMI einen guten Standard, um Menschen in wissenschaftlichen Studien nach dem Risikofaktor Übergewicht zu gruppieren, für die Auswirkungen auf die Gesundheit sei er aber nur begrenzt aussagekräftig 2.

Gesundheitsinformation.de des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beschreibt die Lage so: Ein BMI von 25 bis 30 gilt zwar medizinisch als Übergewicht, doch Studien zeigen, dass ein BMI in dieser Größenordnung keinen großen Einfluss auf die Lebenserwartung und verschiedene Erkrankungen hat. Unstrittig sei, dass sich eine Adipositas (BMI über 30) negativ auf Gesundheit und Lebenserwartung auswirken kann, und zwar umso stärker, je ausgeprägter sie ist. Auch hier komme es im Einzelfall auf das Gesamtbild an: Es gebe Menschen mit Adipositas, die fit seien und ein gesundes Herz-Kreislauf-System hätten 1.

Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hängt außerdem von vielen weiteren Faktoren ab, nach IQWiG vor allem von Alter, Geschlecht, Blutdruck, Cholesterinwerten, familiärer Veranlagung, Diabetes und Rauchen 1. Eine internationale Kommission der Fachzeitschrift The Lancet Diabetes & Endocrinology (2025) kommt zu einem ähnlichen Schluss und formuliert strenger: Der BMI solle nur als Ersatzmaß für das Gesundheitsrisiko auf Bevölkerungsebene, in epidemiologischen Studien oder zum Screening verwendet werden 10. Die Kommission stellt fest, dass BMI-basierte Maße die Körperfettmasse sowohl unter- als auch überschätzen können 10.

Das heißt nicht, dass der BMI nutzlos wäre. Er ist schnell zu berechnen und für Vergleiche großer Gruppen brauchbar 2. Als alleinige Aussage über die Gesundheit eines einzelnen Menschen reicht er nicht aus.

Woher kommt der BMI?

Der Index geht auf den belgischen Mathematiker, Astronomen und Statistiker Adolphe Quetelet (1796 bis 1874) zurück. Der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat wurde 1832 beschrieben und hieß lange Quetelet-Index; den Namen Body-Mass-Index erhielt er erst 1972 durch Ancel Keys 11. Quetelet wandte die Wahrscheinlichkeitsrechnung auf körperliche Merkmale des Menschen an 11.

Was der BMI nicht misst

Der BMI kennt nur zwei Zahlen, Gewicht und Größe. Die folgende Übersicht fasst zusammen, welche Grenzen IQWiG und AOK nennen und was sich daraus für die Deutung ergibt.

Grenzen des BMI
Was fehltWas das bedeutetQuelle
Körperbau und KörpergrößeBei sehr kleinen und sehr großen Menschen unzuverlässig; der Körperbau bleibt unberücksichtigt.IQWiG 1
Muskel- und FettmasseBei sehr muskulösen Menschen, zum Beispiel Kraftsportlern, überschätzt der BMI den Fettanteil am Körpergewicht.IQWiG 1, AOK 2
AlterBei älteren Menschen unterschätzt er den Fettanteil eher, weil die Muskelmasse im Alter abnimmt.IQWiG 1
HerkunftDie in westlichen Ländern üblichen Klassen unterschätzen den Körperfettanteil bei Menschen aus Südostasien und überschätzen ihn bei Menschen afrikanischer Abstammung.IQWiG 1
Verteilung des KörperfettsFett im Bauchraum ist gesundheitlich problematischer als Fett an anderen Körperstellen, weil es sich stärker auf den Stoffwechsel auswirkt. Der BMI sagt dazu nichts.IQWiG 1
Wasser im GewebeÖdeme, zum Beispiel bei einem Lymphödem, können Gewicht und BMI erhöhen.AOK 2
MangelernährungAuch bei erhöhtem BMI kann Mangelernährung vorliegen, etwa wenn Muskeln oder Knochen schwinden, während die Fettmasse zunimmt.AOK 2

Zusammenstellung nach Gesundheitsinformation.de (IQWiG) und AOK Online-Coach Adipositas.

Ein weiterer Punkt betrifft die Eingabe: Das Robert Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass bei Selbstangaben das Körpergewicht im Vergleich zu standardisiert gemessenen Werten häufig unterschätzt, die Körpergröße dagegen eher überschätzt wird 4. Die deutschen Prozentzahlen zu Übergewicht (53,5 % der Erwachsenen, davon 19,0 % mit Adipositas) beruhen auf solchen Selbstangaben 4.

Was sagen die großen Studien zu BMI und Sterblichkeit?

Drei große Auswertungen betrachten, wie sich das Risiko, an irgendeiner Ursache zu sterben, mit dem BMI verändert. Sie kommen zu unterschiedlichen Bildern; die Seite stellt sie nebeneinander, ohne eine davon als maßgeblich zu bewerten.

Drei Auswertungen zu BMI und Gesamtsterblichkeit
AuswertungUmfangZentrales Ergebnis
Flegal et al., JAMA 2013 697 Studien, über 2,88 Millionen Personen, über 270.000 TodesfälleGegenüber Normalgewicht (BMI 18,5 bis unter 25): Hazard Ratio 0,94 für Übergewicht, 0,95 für Adipositas Grad 1, 1,29 für Adipositas Grad 2 und 3.
Aune et al., BMJ 2016 5230 Kohortenstudien (207 Publikationen)Niedrigstes Risiko bei BMI 23 bis 24 bei Nie-Rauchern und 22 bis 23 bei gesunden Nie-Rauchern.
Global BMI Mortality Collaboration, Lancet 2016 7239 Studien mit 10.625.411 Teilnehmenden; Hauptanalyse mit Nie-Rauchern ohne chronische KrankheitSterblichkeit am niedrigsten bei BMI 20,0 bis 25,0; Hazard Ratio 1,07 bei 25,0 bis unter 27,5 und 1,20 bei 27,5 bis unter 30,0.

Hazard Ratio: relatives Sterberisiko im Vergleich zur jeweiligen Referenzgruppe. Die Referenzgruppen unterscheiden sich zwischen den Auswertungen.

Warum fallen die Bilder unterschiedlich aus? Die Auswertungen unterscheiden sich in der Auswahl der Teilnehmenden. Die Global BMI Mortality Collaboration beschränkte die Hauptanalyse auf Nie-Raucher, schloss bestehende Erkrankungen und die ersten fünf Jahre der Nachbeobachtung aus, um Verzerrungen durch Rauchen und durch Krankheit vor Studienbeginn zu begrenzen 7. Aune und Kollegen fanden bei Nie-Rauchern eine J-förmige Kurve, in Analysen mit größerem Verzerrungspotenzial (alle Teilnehmenden, Raucher, kurze Nachbeobachtung) dagegen einen U-förmigen Zusammenhang 5. Das erhöhte Risiko bei Untergewicht könnte nach den Autoren zumindest teilweise durch noch nicht diagnostizierte Vorerkrankungen entstehen 5. Flegal und Kollegen werteten Studien mit den Standardklassen des BMI aus und fanden für Übergewicht kein erhöhtes Risiko 6.

Sterberisiko nach BMI-Klasse (Hazard Ratio)Hazard Ratio für die Gesamtsterblichkeit nach BMI-Klasse, Referenz BMI 22,5 bis unter 25: 1,51 bei BMI 15 bis unter 18,5; 1,13 bei 18,5 bis unter 20; 1,00 bei 20 bis unter 22,5 und 22,5 bis unter 25; 1,07 bei 25 bis unter 27,5; 1,20 bei 27,5 bis unter 30; 1,45 bei Adipositas Grad 1.BMI 15 bis unter 18,51,51BMI 18,5 bis unter 201,13BMI 20 bis unter 22,51,00BMI 22,5 bis unter 251,00 (Referenz)BMI 25 bis unter 27,51,07BMI 27,5 bis unter 301,20BMI 30 bis unter 351,45
Relatives Sterberisiko nach BMI-Klasse bei Nie-Rauchern ohne chronische Krankheit, Referenz BMI 22,5 bis unter 25. Eigene Darstellung nach Global BMI Mortality Collaboration, Lancet 2016.

Die Global BMI Mortality Collaboration fasst zusammen, die Zusammenhänge von Übergewicht und Adipositas mit höherer Gesamtsterblichkeit seien auf vier Kontinenten weitgehend konsistent gewesen 7. Aune und Kollegen schließen, dass Übergewicht und Adipositas mit einem erhöhten Risiko der Gesamtsterblichkeit verbunden sind 5. Flegal und Kollegen sehen dagegen für Übergewicht ein signifikant niedrigeres Risiko, für Adipositas Grad 1 insgesamt keinen Zusammenhang mit höherer Sterblichkeit und für Grad 2 und 3 ein höheres Risiko 6. Bei der Deutung bleibt festzuhalten: Das sind Zusammenhänge in Beobachtungsstudien, keine Aussagen darüber, was bei einer einzelnen Person passiert.

Kann man mit Adipositas gesund sein?

Die Frage zielt auf die sogenannte metabolisch gesunde Adipositas: Menschen mit hohem BMI, aber ohne Stoffwechselauffälligkeiten wie Bluthochdruck oder erhöhte Blutzuckerwerte. Hier gehen die Einschätzungen auseinander.

  • Gesundheitsinformation.de hält fest, dass es Menschen mit Adipositas gibt, die fit sind und ein gesundes Herz-Kreislauf-System haben. Bei ihnen stelle das Gewicht nicht unbedingt ein gesundheitliches Problem dar 1.
  • Eine Metaanalyse von Kramer und Kollegen (Annals of Internal Medicine 2013, 8 Studien mit 61.386 Personen) fand bei metabolisch gesunden Menschen mit Adipositas ein erhöhtes Risiko für Todesfälle und Herz-Kreislauf-Ereignisse (relatives Risiko 1,24), wenn nur Studien mit mindestens zehn Jahren Nachbeobachtung betrachtet wurden. Die Autoren folgern, dass es kein gesundes Muster erhöhten Gewichts zu geben scheint 8.

Beides kann nebeneinander stehen: Der Blick auf den Einzelfall (Fitness, Blutwerte, Gesamtbild) und der Blick auf große Gruppen über viele Jahre fragen Verschiedenes. Welche Einordnung für Sie zutrifft, klärt die Hausarztpraxis.

Welche Maße ergänzen den BMI?

Weil der BMI die Fettverteilung nicht erfasst, nennen die Quellen zusätzliche Maße. Die Kommission von 2025 empfiehlt, überschüssiges Körperfett entweder direkt zu messen oder mindestens ein weiteres anthropometrisches Kriterium wie Taillenumfang, Taille-Hüft-Verhältnis oder Taille-zu-Größe-Verhältnis zusätzlich zum BMI zu betrachten 10. Die Werte unterscheiden sich je nach Quelle; sie stehen hier nebeneinander. Wie die Messung gelingt und wie die beiden Wertepaare zusammenpassen, steht im Ratgeber Taillenumfang messen.

Maße, die den BMI ergänzen, mit Werten aus den Quellen
MaßWas es zeigtWerte laut Quelle
BauchumfangFettverteilung im BauchraumIQWiG: über 102 cm (Männer) und 88 cm (Frauen) gesundheitlich bedenklich 1. DGE: ab mehr als 94 cm (Männer) und 80 cm (Frauen) steigt das Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten 3.
Taille-Hüft-VerhältnisTaillenumfang geteilt durch HüftumfangIQWiG: ab 0,9 (Männer) und 0,85 (Frauen) ungünstig 1. Techniker Krankenkasse: unter 1 bei Männern, unter 0,85 bei Frauen 12.
Taille-zu-Größe-VerhältnisTaillenumfang geteilt durch KörpergrößeÜbersichtsarbeit von 2010: mittlerer Grenzwert 0,5, also Taillenumfang unter der halben Körpergröße 9.
KörperfettanteilAnteil des Fetts am KörpergewichtIQWiG: normal bei Männern 8 bis 25 %, bei Frauen 20 bis 35 %; per Bioimpedanzanalyse nur grob zu schätzen 1.

Die Quellen nennen unterschiedliche Grenzen für das Taille-Hüft-Verhältnis und den Bauchumfang. Die Quellen werden hier nicht gegeneinander gewichtet.

Zwei Hinweise zur Einordnung. Erstens: Das IQWiG betont, dass die Umfangsmaße den individuellen Körperbau eines Menschen nicht berücksichtigen 1. Zweitens: Die Übersichtsarbeit zum Taille-zu-Größe-Verhältnis (Browning, Hsieh und Ashwell, Nutrition Research Reviews 2010) wertete 78 Studien aus. Taille-zu-Größe-Verhältnis und Taillenumfang sagten Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ähnlich gut voraus und besser als der BMI; die Autoren halten für einen festeren statistischen Vergleich eine Metaanalyse für nötig 9. Sie umfasst Studien aus den Jahren 1950 bis 2008 9. Wie Sie den Umfang richtig messen, steht im Ratgeber Taillenumfang messen.

Den Körperfettanteil können Sie zu Hause mit einer Körperanalysewaage schätzen: BIA-Geräte messen den Widerstand im Körper, schätzen daraus den Wassergehalt und daraus wiederum grob den Fettgehalt 1. Wie belastbar das ist, erklärt der Ratgeber BIA-Waagen: wie genau sind die Werte?. Für den Körperfettanteil gibt es außerdem den Körperfettanteil-Rechner.

Wann ein Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt sinnvoll ist

Der BMI und die ergänzenden Maße sind Orientierungswerte, keine Diagnose. Ein Gespräch ist sinnvoll,

  • wenn Ihr BMI im Bereich der Adipositas liegt (ab 30): Gesundheitsinformation.de empfiehlt, die Bedeutung zusammen mit anderen Risikofaktoren wie Blutdruck, Cholesterinwerten, Diabetes und Rauchen zu betrachten 1;
  • wenn Ihr Bauchumfang über den genannten Werten liegt oder Sie Vorerkrankungen haben: Dann kann die Praxis Gewicht, Umfang und weitere Werte gemeinsam bewerten;
  • wenn Sie untergewichtig sind oder unsicher, wie Sie Ihr Gewicht einordnen sollen: Die Praxis kann die Ursachen und die Gesamtsituation klären.

Rechner zum Thema

Häufige Fragen

Ist der BMI veraltet?

Als Maß für große Gruppen gilt er weiter als brauchbar 2. Für den Einzelnen empfiehlt eine internationale Kommission (2025), den BMI nicht als alleiniges Gesundheitsmaß zu nutzen und überschüssiges Körperfett zusätzlich zu bestätigen 10.

Warum gilt ein Sportler mit BMI 27 als übergewichtig?

Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse und überschätzt bei sehr muskulösen Menschen den Fettanteil 1,2. Bauchumfang und Körperfettanteil geben zusätzliche Hinweise.

Bei welchem BMI ist die Sterblichkeit am niedrigsten?

In der Auswertung der Global BMI Mortality Collaboration bei 20,0 bis 25,0 7, bei Aune und Kollegen bei 23 bis 24 (Nie-Raucher) 5. Flegal und Kollegen fanden für BMI 25 bis unter 30 ein Hazard Ratio von 0,94 6. Die Ergebnisse hängen von der Auswahl der Teilnehmenden ab.

Ist das Taille-zu-Größe-Verhältnis besser als der BMI?

Eine Übersichtsarbeit von 2010 fand, dass Taille-zu-Größe-Verhältnis und Taillenumfang Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser vorhersagten als der BMI; die Autoren halten eine Metaanalyse für nötig 9.

Kann man mit Adipositas gesund sein?

Das IQWiG beschreibt, dass es Menschen mit Adipositas gibt, die fit sind und ein gesundes Herz-Kreislauf-System haben 1. Eine Metaanalyse fand bei metabolisch gesunder Adipositas dennoch ein erhöhtes Risiko, wenn die Nachbeobachtung mindestens zehn Jahre betrug 8.

Woher stammt der BMI?

Der Quotient aus Gewicht und Größe zum Quadrat wurde 1832 von Adolphe Quetelet beschrieben; den Namen Body-Mass-Index erhielt er 1972 durch Ancel Keys 11.

Wie zuverlässig sind meine Selbstangaben für den BMI?

Bei Selbstangaben wird das Gewicht laut RKI häufig unterschätzt und die Körpergröße eher überschätzt 4. Messen und wiegen Sie am besten neu nach.

Ersetzt eine Körperanalysewaage den BMI?

Sie ergänzt ihn: Per Bioimpedanzanalyse wird zusätzlich der Körperfettanteil geschätzt 1. Die Werte sind Schätzungen, kein medizinisches Messergebnis, und Menschen mit Herzschrittmacher sollten solche Waagen nicht verwenden.

Quellen

  1. Was sagt der Body-Mass-Index über die Gesundheit aus?, Gesundheitsinformation.de, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Abgerufen am 16. Oktober 2026. Stand: 24. August 2022.
  2. Aussagekraft des BMI, AOK, Online-Coach Adipositas. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  3. Übergewicht und Adipositas, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Abgerufen am 16. Oktober 2026
  4. Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen in Deutschland, Ergebnisse der Studie GEDA 2019/2020-EHIS, Robert Koch-Institut, Journal of Health Monitoring 2022; 7(3). Abgerufen am 16. Oktober 2026. Selbstangaben zu Gewicht und Größe.
  5. BMI and all cause mortality: systematic review and non-linear dose-response meta-analysis of 230 cohort studies, Aune D et al., BMJ 2016; 353: i2156. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  6. Association of all-cause mortality with overweight and obesity using standard body mass index categories, Flegal KM et al., JAMA 2013; 309(1): 71-82. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  7. Body-mass index and all-cause mortality: individual-participant-data meta-analysis of 239 prospective studies, Global BMI Mortality Collaboration, Lancet 2016; 388(10046): 776-786. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  8. Are metabolically healthy overweight and obesity benign conditions?, Kramer CK, Zinman B, Retnakaran R, Ann Intern Med 2013; 159(11): 758-769. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  9. A systematic review of waist-to-height ratio as a screening tool for the prediction of cardiovascular disease and diabetes, Browning LM, Hsieh SD, Ashwell M, Nutr Res Rev 2010; 23(2): 247-269. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  10. Definition and diagnostic criteria of clinical obesity, Rubino F et al., Lancet Diabetes Endocrinol 2025; 13(3): 221-262. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  11. Adolphe Quetelet (1796-1874): the average man and indices of obesity, Eknoyan G, Nephrol Dial Transplant 2008; 23(1): 47-51. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  12. Welches ist das richtige Gewicht?, Techniker Krankenkasse (TK). Abgerufen am 16. Oktober 2026. Stand: 22.10.2025 laut Seite.