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Herz, Schlaf und Erholung

Schlafphasen: Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM, Zyklen und was Tracker davon messen

Der Schlaf besteht aus Zyklen, die sich alle 90 bis 110 Minuten wiederholen; bei acht Stunden sind das etwa fünf 1. Jeder Zyklus durchläuft Einschlafphase, Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf 1. Tracker bilden die Phasen nur grob ab: Im Vergleich mit der Schlaflaboruntersuchung blieb die Trefferquote bei den Stadien uneinheitlich 7.

Das Wichtigste in Zahlen

  • 90 bis 110 Minuten: So lange dauert ein Schlafzyklus normalerweise; acht Stunden Schlaf entsprechen etwa 5 Zyklen. 1
  • Im Laufe der Nacht werden die REM-Phasen länger und die Tiefschlafphasen kürzer. 1
  • Ab 60 Jahren nimmt der Traumschlaf etwas ab; die Einschlafphase verlängert sich zwischen 20 und 80 Jahren um weniger als 10 Minuten. 1
  • Laborvergleich mit sieben Verbraucher-Schlafgeräten: Das Schlafen wurde gut erfasst, die Zuordnung der Schlafstadien war uneinheitlich. 7

Was sind Schlafphasen und Schlafzyklen?

Schlaf ist kein gleichmäßiger Zustand. Gesundheitsinformation.de, das Portal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), beschreibt den Schlaf als Abfolge von Schlafzyklen: Ein Zyklus wiederholt sich normalerweise alle 90 bis 110 Minuten, und wer acht Stunden schläft, durchläuft etwa fünf davon 1. Jeder Zyklus besteht wiederum aus mehreren Schlafphasen.

Man unterscheidet zwei Arten von Schlaf: den Traumschlaf oder „REM-Schlaf“ und den traumlosen Schlaf oder „Non-REM-Schlaf“. REM steht für „rapid eye movement“, also die schnellen Augenbewegungen, die bei schlafenden Menschen im Traumschlaf zu sehen sind, obwohl die Augen geschlossen bleiben 1. Die Schlafforschung teilt den Non-REM-Schlaf in drei Stadien ein, die in der Fachsprache N1, N2 und N3 heißen. Zusammen mit REM ergeben sich vier Stufen 5.

Die Einteilung beruht auf der Hirnaktivität, die im Schlaflabor gemessen wird 5. Das ist der Maßstab, an dem sich alle Alltagsgeräte messen lassen müssen. Dazu kommen wir im Abschnitt über Schlaftracker.

Welche Schlafphasen gibt es?

Die folgende Übersicht fasst zusammen, was IQWiG und das US-amerikanische National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS) zu den einzelnen Phasen schreiben, ergänzt um die mittlere Dauer pro Zyklus nach der Sleep Foundation 1,4,5.

Die vier Stufen des Schlafs
StufeAuch genanntWas die Quellen sagenDauer im Zyklus (Mittel)
N1EinschlafphaseSehr leichter Schlaf; das Bewusstsein wechselt zwischen Wachsein und Schlafen, man ist leicht wieder zu wecken 1.1 bis 7 Minuten 5
N2LeichtschlafDie Gehirnfunktionen werden langsamer. Diese Phase nimmt etwa die Hälfte eines Schlafzyklus ein 1. Insgesamt verbringt man mehr Zeit in Stadium 2 als in den anderen Stadien 4.10 bis 25 Minuten 5
N3Tiefschlaf, Slow-Wave-SchlafDer Schlaf ist durch Geräusche kaum noch zu stören 1. Herzschlag und Atmung sind am langsamsten, ein Wecken fällt schwer 4.20 bis 40 Minuten 5
REMTraumschlafHier spielen sich die Träume ab, der Schlaf wird wieder leichter 1. Das erste Mal tritt REM etwa 90 Minuten nach dem Einschlafen auf 4.10 bis 60 Minuten 5

Quellen: Gesundheitsinformation.de (IQWiG), NINDS, Sleep Foundation. Die Dauer ist ein Durchschnitt über viele Menschen, keine Vorgabe.

Ein Schlafzyklus in vier StufenVier Schritte: Einschlafphase mit sehr leichtem Schlaf, Leichtschlaf als längste Phase, Tiefschlaf mit schwer zu störendem Schlaf, REM-Schlaf mit Träumen. Danach beginnt ein neuer Zyklus.1Einschlafensehr leicht, schnellwieder wach2Leichtschlafetwa die Hälfte einesZyklus3Tiefschlafdurch Geräusche kaumzu stören4REM-SchlafTräume, Schlaf wiederleichter
Die vier Stufen eines Schlafzyklus nach Gesundheitsinformation.de (IQWiG). Danach beginnt ein neuer Zyklus.

Wichtig ist die Reihenfolge nicht als starre Treppe zu lesen. Nach der REM-Phase beginnt ein neuer Zyklus, manche Menschen wachen am Ende eines Zyklus ganz oder fast auf, andere schlafen bis zum Morgen durch 1. Kurze Wachmomente gehören deshalb zu einer normalen Nacht.

Wie lange dauert ein Schlafzyklus, und wie viele sind es pro Nacht?

Die Quellen nennen leicht unterschiedliche Zahlen. Gesundheitsinformation.de gibt 90 bis 110 Minuten an 1. Die Sleep Foundation nennt im Mittel etwa 90 Minuten, wobei der erste Zyklus oft am kürzesten ist (70 bis 100 Minuten) und spätere Zyklen zwischen 90 und 120 Minuten liegen 5. Wir tragen beide Angaben nebeneinander, gleichen sie aber nicht an.

Daraus lässt sich ausrechnen, wie viele Zyklen in eine Nacht passen. Die folgende Tabelle teilt die Schlafdauer durch 90 und durch 110 Minuten, die Grenzen der Spanne von Gesundheitsinformation.de. Die Zahlen sind Näherungswerte, keine Messung.

Zyklen pro Nacht bei 90 und bei 110 Minuten Zyklusdauer (berechnet)
SchlafdauerZyklen bei 90 MinutenZyklen bei 110 Minuten
6 Stunden4,03,3
6,5 Stunden4,33,5
7 Stunden4,73,8
8 Stunden5,34,4
9 Stunden6,04,9

Eigene Berechnung: Schlafdauer in Minuten geteilt durch 90 bzw. 110, auf eine Nachkommastelle gerundet. Spanne nach Gesundheitsinformation.de (IQWiG); die Quelle selbst nennt für acht Stunden etwa 5 Zyklen 1.

Auffällig ist, dass acht Stunden je nach Zyklusdauer zwischen gut vier und gut fünf Zyklen ergeben. Die Gleichung „7,5 Stunden sind fünf glatte Zyklen“ geht deshalb nur auf, wenn der eigene Zyklus genau 90 Minuten lang ist. Ob das bei Ihnen so ist, weiß nur das Schlaflabor. Wer es für sich durchrechnen möchte, findet den Rechner Schlafzyklen berechnen. Wie viel Schlaf in welchem Alter üblich ist, steht im Ratgeber Schlafdauer nach Alter.

Über die Nacht verändert sich die Zusammensetzung. Im Laufe der Nacht werden die REM-Phasen länger und die Tiefschlafphasen kürzer 1. Das Stadium 3 tritt nach den Angaben des NINDS in längeren Abschnitten in der ersten Nachthälfte auf 4. Daraus folgt rechnerisch, nicht als Aussage einer einzelnen Quelle: Wer früh am Morgen geweckt wird, trifft eher auf einen REM-Abschnitt, wer kurz nach dem Einschlafen geweckt wird, eher auf Tiefschlaf 1,4. Das erklärt auch, warum zwei Nächte mit gleicher Gesamtdauer sehr unterschiedlich verlaufen können: Entscheidend ist, an welcher Stelle eines Zyklus Sie aufwachen und wie viele Zyklen vollständig durchlaufen wurden. Eine Einzelnacht auf dem Tracker zeigt diese Aufteilung nur als Schätzung, wie die Laborvergleiche weiter unten zeigen. Mehr dazu im Ratgeber Tiefschlaf.

Wie verändern sich die Schlafphasen mit dem Alter?

Schlaf verändert sich über das Leben. Gesundheitsinformation.de hält fest: Kleine Kinder und ältere Menschen haben einen leichteren Schlaf als Jugendliche und Erwachsene, weil sich die Dauer der Tiefschlafphasen im Laufe des Lebens verändert 1. Einzelheiten nennt die Quelle für die REM-Phasen und die Einschlafphase:

  • Die REM-Phasen werden zwischen 5 und 19 Jahren allmählich länger und bleiben danach bis etwa zum 60. Lebensjahr einigermaßen stabil. Bei Menschen ab 60 nimmt der Traumschlaf etwas ab 1.
  • Die Einschlafphase wird mit dem Alter etwas länger, aber nur um weniger als 10 Minuten zwischen 20 und 80 Jahren 1.
  • Die Schlafdauer sinkt: Kinder zwischen 6 und 12 Jahren schlafen normalerweise 9 Stunden, Jugendliche rund 8 Stunden, Vierzigjährige etwa 7 Stunden, 55- bis 60-Jährige etwa 6,5 Stunden und gesunde 80-Jährige meist etwa 6 Stunden. Das sind Durchschnittswerte; jeder Mensch braucht unterschiedlich viel Schlaf 1.

Eine Metaanalyse von Ohayon und Kolleginnen und Kollegen aus dem Jahr 2004 in der Fachzeitschrift Sleep wertete 65 Studien mit 3.577 gesunden Menschen im Alter von 5 bis 102 Jahren aus, die ihren Schlaf per Polysomnografie oder Aktigrafie messen ließen. Der Anteil des Tiefschlafs hing mit steigendem Alter negativ zusammen. Bei Erwachsenen sank außerdem der Anteil des REM-Schlafs. Nach dem 60. Lebensjahr nahm aber nur noch die Schlafeffizienz weiter ab 6.

Wichtig für die Einordnung: Die Autorinnen und Autoren weisen darauf hin, dass die Effektgrößen stark davon abhingen, wie gründlich die Teilnehmenden auf Erkrankungen und Schlafstörungen untersucht worden waren 6. Altersunterschiede sind also real, aber sie sind kein Maßstab, an dem sich die eigene Nacht messen lässt.

Was ist ein Hypnogramm, und wie liest man es?

Wer eine Schlafuntersuchung im Labor macht, bekommt die Nacht als Grafik: Nach der Sleep Foundation lässt sich die Schlafarchitektur bei einer Schlafuntersuchung in einem Hypnogramm bildlich darstellen 5. Auch viele Apps zeigen eine solche Treppengrafik. Sie lesen sie so:

  1. Die waagerechte Achse ist die Zeit von abends bis morgens.
  2. Die senkrechte Achse zeigt die Stufe: oben wach, darunter REM, dann Leichtschlaf (N1 und N2), ganz unten Tiefschlaf (N3). Je nach Anbieter ist die Reihenfolge leicht anders.
  3. Jeder Zyklus erscheint als Welle: hinunter in den Tiefschlaf, dann hinauf zum REM-Schlaf.
  4. Kurze Ausschläge nach oben zeigen kurzes Aufwachen. Manche Menschen wachen am Ende eines Zyklus ganz oder fast auf 1.

Wichtig: Die Grafik eines Armbands ist eine Schätzung aus Sensorwerten. Die Grafik im Labor beruht auf der Hirnaktivität. Beide sehen ähnlich aus, haben aber nicht dieselbe Aussagekraft.

Was messen Schlaftracker, und wie gut passt das zum Labor?

Der Maßstab für die Schlafstadien ist die Polysomnografie im Schlaflabor. Armbänder und Smartwatches messen keine Hirnströme, sondern schätzen Schlaf und Phasen aus anderen Signalen. Was dabei herauskommt, wurde mehrfach geprüft.

Im Laborvergleich mit der Polysomnografie erkannten sieben Verbrauchergeräte Schlaf gut (Sensitivität mindestens 0,93), Wachphasen aber nur mit niedriger bis mittlerer Spezifität (0,18 bis 0,54); die Schlafstadien wurden uneinheitlich bewertet (Chinoy et al., 2021, 34 gesunde junge Erwachsene) 7. Die ausführliche Einordnung dieser Studie und des Tests der Stiftung Warentest von 2023 (drei Smartwatches, 16 Probandinnen und Probanden, Referenzgerät aus der Schlafmedizin; Überschrift: „Nicht auf alle Werte ist Verlass“) 8 steht im Ratgeber Schlaftracker: Was sie messen und was nicht.

Was Tracker gut und weniger gut können (nach Laborvergleich)
FrageBefund im LaborvergleichQuelle
Wurde geschlafen?Hoch: Sensitivität mindestens 0,93 bei allen sieben GerätenChinoy et al. 2021 7
Wurde zwischendurch gewacht?Niedrig bis mittel: Spezifität 0,18 bis 0,54Chinoy et al. 2021 7
Welche Schlafstufe war es?UneinheitlichChinoy et al. 2021 7
Gestörte Nächte?Geräte schnitten tendenziell schlechter abChinoy et al. 2021 7

Die Studie testete 34 gesunde junge Erwachsene im Schlaflabor; die Ergebnisse gelten für die geprüften Geräte und lassen sich nicht auf jedes Armband übertragen.

Für die Praxis heißt das: Die Dauer Ihres Schlafs und der Rhythmus über viele Nächte sind aus Trackerdaten eher ablesbar als die einzelne Phase einer einzelnen Nacht. Ein Tiefschlafanteil von „47 Minuten“ ist eine Schätzung mit Unschärfe, kein Laborwert. Mehr zur Frage, welche Werte Geräte überhaupt erfassen, finden Sie im Ratgeber Schlaftracker: was sie messen.

Lassen sich Schlafphasen gezielt beeinflussen?

Die Abfolge der Phasen steuert der Körper selbst. Verlässliche Wege, eine einzelne Phase gezielt zu verlängern, nennen die ausgewerteten Quellen nicht. Was Gesundheitsinformation.de für den Umgang mit Schlafproblemen nennt, betrifft den Schlaf insgesamt: Zu den häufig eingesetzten Maßnahmen und Hausmitteln gehören verbesserte Schlafgewohnheiten (Schlafhygiene). Dazu zählt es, vor dem Schlafengehen nur leichte Mahlzeiten sowie alkohol- und koffeinfreie Getränke zu sich zu nehmen, das Bett nur zum Schlafen zu benutzen und erst dann ins Bett zu gehen, wenn man müde ist 2.

Der Hinweis dazu gehört zur Ehrlichkeit: Für viele dieser Maßnahmen gibt es laut derselben Quelle bislang kaum aussagekräftige Studien 2. Sie sind kein Garant für mehr Tiefschlaf oder eine bestimmte Phasenverteilung, können aber zu einem Schlafverhalten beitragen, das sich für Sie besser anfühlt. Was die Studienlage zu Alkohol und Bewegung im Zusammenhang mit dem Tiefschlaf tatsächlich hergibt, ist im Ratgeber Tiefschlaf zusammengefasst.

Gesundheitsinformation.de zählt außerdem auf, was den Schlaf stören kann: Sorgen und Stress, belastende Lebensereignisse, Alkohol und Drogen, Beschwerden wie Schmerzen oder nächtlicher Harndrang, bestimmte Medikamente und andere Schlafstörungen 2. Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, hilft es mehr, ihn anzusprechen, als an einzelnen Phasen zu arbeiten.

Was die Schlafphasen nicht verraten

Schlafphasen sind ein Werkzeug der Schlafforschung, kein Qualitätssiegel für die Nacht. Gesundheitsinformation.de beschreibt guten Schlaf nicht über Phasenanteile, sondern über das Erleben: Einen guten Schlaf hat, wer leicht einschläft, während der Nacht nicht wieder ganz wach wird, nicht zu früh aufwacht und sich morgens erholt fühlt 1.

  • Ein „schlechter“ Phasenwert bei guter Erholung ist kein Problem, und ein „guter“ Wert bei Erschöpfung ändert nichts an der Erschöpfung.
  • Für den Anteil der einzelnen Phasen gibt es keine verlässlichen Idealwerte für den Alltag. Prozentangaben im Netz stammen häufig aus Quellen, die wir nicht prüfen konnten, deshalb stehen sie hier nicht.
  • Aus den Phasen allein lässt sich keine Störung ableiten. Schlafstörungen werden ärztlich anhand von Beschwerden, Gespräch und gegebenenfalls Untersuchungen beurteilt 2,3.

Wer sein Schlafverhalten verstehen möchte, kann nach Gesundheitsinformation.de ein Schlaftagebuch oder Smartphone-Apps nutzen, um mögliche Auslöser von Schlafproblemen zu finden 2. Notieren Sie, wann der Schlaf wenig erholsam war und was an diesen Tagen passiert ist.

Wann Schlafprobleme in die Arztpraxis gehören

Dieser Ratgeber ersetzt keine Untersuchung. Ein Gespräch in der Hausarztpraxis ist sinnvoll,

  • wenn Sie in mindestens drei Nächten pro Woche und mehr als einen Monat lang so schlecht schlafen, dass Ihre Lebensqualität beeinträchtigt ist: Gesundheitsinformation.de spricht dann von einer Schlafstörung 2;
  • wenn Ein- oder Durchschlafprobleme Ihren Alltag negativ beeinflussen: Das Frauengesundheitsportal des BIÖG rät dazu, die Ärztin oder den Arzt zurate zu ziehen 3;
  • wenn Sie vermuten, dass nächtliche Atemaussetzer, unruhige Beine oder Ähnliches Ihren Schlaf stören: Gesundheitsinformation.de nennt Schlafapnoe und das Restless-Legs-Syndrom unter den möglichen Ursachen und eine Untersuchung im Schlaflabor als Möglichkeit 2;
  • wenn Ihr Tracker auffällige Werte anzeigt und Sie sich Sorgen machen: Die Werte sind Schätzungen 7. Eine Beurteilung braucht ein Gespräch mit der Praxis.

Rechner zum Thema

  • Schlafzyklen berechnen rechnet Zyklen für Ihre Schlafdauer aus, direkt im Browser und ohne Datenübertragung.

Häufige Fragen

Wie viele Schlafphasen gibt es?

Nach Sleep Foundation und NINDS gibt es vier Stufen: drei Stadien des Non-REM-Schlafs (N1, N2, N3) und den REM-Schlaf 4,5. Gesundheitsinformation.de beschreibt Einschlafphase, Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf 1.

Wie lange dauert ein Schlafzyklus?

Gesundheitsinformation.de nennt 90 bis 110 Minuten 1. Die Sleep Foundation nennt im Mittel etwa 90 Minuten, der erste Zyklus ist oft kürzer (70 bis 100 Minuten), spätere liegen zwischen 90 und 120 Minuten 5.

Wie viele Zyklen durchläuft man pro Nacht?

Bei acht Stunden etwa fünf 1. Rechnerisch ergeben sich bei 90 Minuten Zyklusdauer 5,3 und bei 110 Minuten 4,4 Zyklen; die Zahlen unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.

Kann ein Armband Schlafphasen messen?

Es schätzt sie. Im Laborvergleich erkannten die Geräte Schlaf gut, die Wachphasen aber nur mit niedriger bis mittlerer Spezifität, und die Zuordnung der Schlafstadien war uneinheitlich 7. Betrachten Sie Phasenwerte als Indikator.

Was ist ein Hypnogramm?

Eine Grafik der Schlafnacht, die zeigt, in welcher Stufe Sie wann waren. Bei einer Schlafuntersuchung wird die Schlafarchitektur in einem Hypnogramm dargestellt 5.

Verändern sich die Schlafphasen im Alter?

Ja. Der Schlaf wird leichter, die Dauer der Tiefschlafphasen verändert sich im Laufe des Lebens, und ab 60 nimmt der Traumschlaf etwas ab 1. Nach der Metaanalyse von Ohayon et al. sank der Tiefschlafanteil mit dem Alter 6.

Wann sind Schlafprobleme ein Fall für die Arztpraxis?

Wenn Sie in mindestens drei Nächten pro Woche und länger als einen Monat so schlecht schlafen, dass Ihre Lebensqualität leidet 2, oder wenn die Probleme Ihren Alltag beeinträchtigen 3.

Quellen

  1. Was ist „normaler“ Schlaf?, Gesundheitsinformation.de, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), aktualisiert am 3. Juli 2024. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  2. Schlafprobleme und Schlafstörungen (Insomnie), Gesundheitsinformation.de, IQWiG. Abgerufen am 16. Oktober 2026
  3. Chronische Insomnie, Frauengesundheitsportal, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Abgerufen am 16. Oktober 2026
  4. Brain Basics: Understanding Sleep, National Institute of Neurological Disorders and Stroke (NINDS), NIH. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Englischsprachige Quelle.
  5. What Are the Stages of Sleep?, Sleep Foundation. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Englischsprachige Quelle.
  6. Meta-analysis of quantitative sleep parameters from childhood to old age in healthy individuals, Ohayon et al., Sleep 2004, PubMed. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Englischsprachige Studie; Zusammenfassung gelesen.
  7. Performance of seven consumer sleep-tracking devices compared with polysomnography, Chinoy et al., Sleep 2021, PubMed. Abgerufen am 16. Oktober 2026. Englischsprachige Studie; Zusammenfassung gelesen.
  8. Smartwatch-Gesundheitsfunktionen im Test: Nicht auf alle Werte ist Verlass, Stiftung Warentest (test.de, 21.12.2023). Abgerufen am 16. Oktober 2026. Einzelergebnisse kostenpflichtig, nur frei lesbare Angaben verwendet.